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News, 12.05.2010
Europa
Wirtschaftslage in der Eurozone bleibt angespannt
Zwar hat sich das Wirtschaftsklima in Europa im zweiten Quartal erneut verbessert. Die aktuelle Lage in der Eurozone wird aber von die Mehrzahl der Wirtschaftsexperten weiterhin als schlecht bewertet.
Die konjunkturelle Erholung im Euroraum lässt weiter zu wünschen übrig. Das geht aus den heute vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) für das zweite Quartal 2010 veröffentlichten Vor-Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES) hervor. Danach ist der Ifo-Wirtschaftsklimaindikator für die Eurozone, der die Einschätzungen von volkswirtschaftlichen Experten aus international agierenden Unternehmen und Institutionen zur aktuellen Geschäftslage sowie zur weiteren Entwicklung zusammenfasst, im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal zwar leicht um einen Punkt gestiegen. Mit einem Wert von 102,3 Punkten bleibt der Indikator allerdings weiter deutlich unter seinen langjährigen Durchschnittswert (110 Punkte).


Erholung der Konjunktur wird sich verlangsamen


Wie der Indexwert zu den Lagebeurteilungen aufzeigt, wird die Wirtschaftslage in den Euroländern von den befragten WES-Experten mit 78,3 Punkten weiter als schlecht beurteilt, wenngleich auch etwas weniger ungünstig als im Vorquartal (72,7 Punkte). Am besten wird aktuelle Lage noch in Deutschland und in der Slowakei eingeschätzt. Besonders schlecht fallen die Bewertungen zur aktuellen Lage in Griechenland, Irland und Spanien sowie in Portugal, Italien und Frankreich aus.

Ein umgekehrtes Bild zeigt sich beim Blick auf Erwartungen hinsichtlich der volkwirtschaftlichen Entwicklung der Euroländer in den kommenden sechs Monaten. So haben sich diese im Vergleich zum Vorquartal zwar etwas eingetrübt, bleiben aber weiter in fast allen Ländern positiv. Weniger optimistisch zeigen sich die WES-Experten lediglich in Spanien und Portugal sowie speziell in Griechenland, wo im nächsten Halbjahr mit einer deutlichen Verschlechterung der Konjunktur gerechnet wird.

„Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird, allerdings verlangsamt“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Leichter Anstieg der Inflation

Im Hinblick auf die Preisentwicklung erwarten die WES-Experten für 2010 im Jahresmittel eine Teuerungsrate von 1,5 Prozent, womit die Inflation weiter deutlich unter der mittelfristigen Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben wird. „Im Laufe der nächsten sechs Monate wird jedoch mit einer leichten Verstärkung des Preisauftriebs gerechnet“, so Sinn, wonach ein zunehmender Teil der WES-Experten im kommenden Halbjahr eine Erhöhung der Leitzinsen erwartet. Bei den Kapitalmarktzinsen wird der Anstieg im Laufe der nächste zwei Quartale nach Meinung der Experten noch etwas stärker ausfallen. „Der US-Dollar gilt in Relation zum Euro trotz seines Anstiegs immer noch als unterbewertet“, erklärte Sinn.

[Quelle: Ifo]
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