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News, 19.11.2010
Erzeugerpreisindex
Erzeugerpreise legen weiter zu
Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Oktober auf Jahressicht so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Grund hierfür war der anhaltende Preisauftrieb bei Energie und Vorleistungsgütern.
Im Bereich der Energie verteuerte sich am stärksten Erdgas, für das Versorgungsunternehmen rund ein Fünftel mehr bezahlen mußten als im Vorjahr
Im Bereich der Energie verteuerte sich am stärksten Erdgas, für das Versorgungsunternehmen rund ein Fünftel mehr bezahlen mußten als im Vorjahr
Die Produzenten gewerblicher Produkte ziehen ihre Preise weiter an. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag bekannt gab, lag der Index der Erzeugerpreise im Oktober um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das war der höchste Anstieg binnen Jahresfrist seit November 2008. Im Vormonat September hatte die Jahresveränderungsrate noch bei 3,9 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die deutschen Erzeugerpreise im Oktober um 0,4 Prozent. Im September waren die deutschen Erzeugerpreise noch um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen.

Maßgeblich verantwortlich für die hohe Jahresteuerung war insbesondere der Preisauftrieb bei Energie. So lagen die Preise für Energieprodukte im Oktober um 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und um 0,7 Prozent höher als im Vormonat. Im Vormonat September war die Jahresteuerungsrate noch bei 6,7 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhte sich der Erzeugerpreisindex im Oktober auf Jahressicht um 3,1 Prozent und gegenüber September um 0,2 Prozent.

Den stärksten Preisanstieg gab es bei Erdgas, das sich auf Monatssicht um 2,1 Prozent und binnen Jahresfrist um 15,1 Prozent verteuerte. Vom Preisanstieg betroffen waren insbesondere Ortsgasversorgungsunternehmen, die im Oktober für Erdgas 24,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahr, während Erdgas für Haushalte nur 0,8 Prozent mehr kostete als im Vergleichszeitraum 2009. Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen im Oktober im Vergleich zum Vormonat ebenfalls um 0,3 Prozent und lagen insgesamt um 11,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei sich leichtes Heizöl binnen Jahresfrist um 17,4 Prozent, Kraftstoffe um 9,0 Prozent und Flüssiggas um 35,5 Prozent auf Jahressicht verteuerten. Die Strompreise erhöhten sich auf Monatssicht um 0,3 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent.

Auch bei den Vorleistungsgütern - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden -  hat sich der Preisanstieg auf Jahressicht erneut verstärkt. Hier lagen die Preise im Oktober um 6,0 Prozent über dem Vorjahresniveau (+0,3% gegenüber September). Das war die höchste Jahresteuerung seit Oktober 2006.  Verantwortlich für die hohe Teuerung waren dem Statistikamt zufolge insbesondere die Preise für Metalle, die sich auf Jahressicht um 17,9 Prozent verteuerten (-0,2% gegenüber September). Walzstahl kostete sogar um 22,2 Prozent mehr als Vorjahresmonat (-2,1% gegenüber September). Getreidemehl verteuerte sich auf Jahressicht um 30,4 Prozent und gegenüber September um 7,3 Prozent, während sich Hohlglas im Oktober binnen Jahresfrist um 4,4 Prozent verbilligte (+0,0% gegenüber September).

Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich auf Produzentenebene im Oktober auf Jahressicht um 1,7 Prozent und gegenüber September um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel kosteten 3,1 Prozent mehr im Vorjahr und 0,3 Prozent mehr als im Vormonat. Die Preise für Butter und andere Fettstoffe aus Milch stiegen binnen Jahresfrist um 32,3 Prozent (+ 0,1% gegenüber September). Obst und Gemüse verteuerten sich auf Jahressicht um 3,6 Prozent und gegenüber September um 2,4 Prozent, während Zucker um 12,3 Prozent billiger war als im Oktober 2009 (- 2,4% gegenüber September 2010).

Die Preise für Gebrauchsgüter und Investitionsgüter  lagen im Oktober dagegen nur 0,6 bzw. 0,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.
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