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News, 22.07.2014
Energiepreisentwicklung mindert weiter Inflationsdruck
Erzeugerpreise der Industrie weiter abwärts gerichtet
Die rückläufige Preisentwicklung von Industrieerzeugnissen in Deutschland setzt sich fort: Im Juni lagen die Erzeugerpreise den elften Monat in Folge unter dem Stand des Vorjahresmonats.
Die gegenläufige Preisentwicklung bei Strom hielt auch im Juni an: Während Strom sich ingesamt verbilligte, mussten Privathaushalte mehr bezahlen als im Vorjahr
Die gegenläufige Preisentwicklung bei Strom hielt auch im Juni an: Während Strom sich ingesamt verbilligte, mussten Privathaushalte mehr bezahlen als im Vorjahr
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge mussten Bezieher gewerblicher Produkte auf Herstellerebene im Juni durchschnittlich 0,7 Prozent weniger zahlen als im Juni 2013. Das war der elfte Monat in Folge, in dem sich gewerbliche Produkte der Industrie auf Jahressicht verbilligten. Den letzten Anstieg der Erzeugerpreise hatte es zuletzt im Juni vergangenen Jahres gegeben, als die Erzeugerpreise das Vorjahresniveau um 0,1 Prozent überschritten. Im darauf folgenden Monat war sie auf Jahressicht konstant geblieben (+/- 0,0 %). Gegenüber Mai blieb der Index der Erzeugerpreise im Juni insgesamt konstant (+/- 0,0 %).

Wesentlich Anteil an der insgesamt anhaltend rückläufigen Preisentwicklung hatten im Juni einmal mehr teils deutlich gesunkene Preise für Energieerzeugnisse. So kostete Energie im Juni durchschnittlich 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit entfielen 0,6 Prozentpunkte des gesamten Rückgangs der Erzeugerpreise auf die Preisrückgänge bei Energie. Ohne Berücksichtigung der  Preisentwicklung bei Energie lagen die Erzeugerpreise lediglich 0,1 Prozent unter dem Stand von Juni 2013. Gegenüber Mai blieb das Preisniveau von Energieerzeugnissen konstant.

Vorleistungsgüter ebenfalls günstiger, Konsumgüter dagegen teurer

Dämpfend auf die Preisentwicklung wirkten daneben teils kräftig gesunkene Preise für Vorleistungsgüter. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 1,1 Prozent (- 0,1 % gegenüber Mai). Deutlich Preisrückgänge zeigt der Index hier im Juni unter anderem bei Metallen, die im Durchschnitt 2,9 Prozent günstiger zu haben waren als im Vorjahresmonat (darunter u.a. Roheisen, Rohstahl und Walzstahl sowie Ferrolegierungen: - 4,1 %; Edelmetalle: - 7,9 %). Chemische Grundstoffe verbilligten sich ebenfalls auf Jahressicht, und zwar im Schnitt um 1,9 Prozent. Die Preise für Getreidemehl und die für Futtermittel für Nutztiere unterschritten das Vorjahresniveau sogar im Schnitt um 13,7 beziehungsweise 9,2 Prozent. Holz und Holzwaren kosteten dagegen durchschnittlich 2,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Chemische Grundstoffe verteuerten sich ebenfalls auf Jahressicht (+ 1,9 %). Gleiches galt für Gummi- und Kunststoffwaren (+ 0,7 %), Pharmazeutische u.ä. Erzeugnisse (+ 0,3 %) sowie für Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden (+ 0,5 %).

Konsumgüter waren im Juni dagegen teurer als ein Jahr zuvor. Hier erhöhten sich die Preise auf Produzentenebene im Schnitt auf Jahressicht um 0,9 Prozent. Preistreiber waren hier vor allem Gebrauchsgüter, die sich gegenüber Juni 2013 um 1,3 Prozent verteuerten. Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen im Jahresvergleich um 0,9 Prozent, die Nahrungsmittelpreise erhöhten sich auf Jahressicht dagegen nur im Schnitt um 0,7 Prozent. Investitionsgüter verteuerten sich ebenfalls auf Jahressicht, wenn auch vergleichsweise nur geringfügig um 0,5 Prozent.
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