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News, 23.01.2013
Rückläufiger Preisdruck
Erzeugerpreise 2012 in Deutschland deutlich langsamer gestiegen
Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich 2012 in Deutschland erheblich verlangsamt. Laut Statistischem Bundesamt verteuerten sich industrieller Produkte auf Produzentenebene im Jahresmittel nurmehr gut ein Drittel so stark wie 2011. Im Dezember gaben die Erzeugerpreise weiter nach.
Die geringste Jahresteuerungsrate wiesen Vorleistungsgüter aus. Auch Investitionsgüter verteuerten sich vergleichsweise nur gering.
Die geringste Jahresteuerungsrate wiesen Vorleistungsgüter aus. Auch Investitionsgüter verteuerten sich vergleichsweise nur gering.

Der Inflationsdruck über die Erzeugerpreise hat sich im letzten Jahr in Deutschland deutlich abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 2012 im Jahresdurchschnitt  um 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. 2011 hatten sich gewerbliche Produkte auf Produzentenebene im Durchschnitt noch um 5,7 Prozent verteuert, 2010 dagegen lediglich um 1,6 Prozent. Im Dezember verbilligten sich gewerbliche Produkte in Deutschland binnen Monatsfrist sogar den zweiten Monat in Folge um 0,3 Prozent. Die Jahresteuerungsrate lag im Dezember 2012 bei 1,5 Prozent.

Strompreise für Weiterverteiler stark gesunken, Haushalte zahlten deutlich mehr

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der Erzeugerpreise hatte die Preisentwicklung der Energie. Hier stiegen die Preise 2012 über alle Energiesparten hinweg um durchschnittlich 3,7 Prozent. Besonders starke Preiserhöhungen gab es bei Erdgas, das sich im Schnitt gegenüber 2011 um 10,1 Prozent verteuerte. Industriekunden mussten für Erdgas 2012 im Durchschnitt sogar 13,8 Prozent mehr zahlen als 2011, für Weiterverteiler verteuerte sich Erdgas im Jahresmittel um 9,8 Prozent, für Haushalte um 5,6 Prozent. Auch die Preise für Mineralölerzeugnisse zogen kräftig an. Sie erhöhten sich im Schnitt gegenüber Vorjahr um 7,0 Prozent. Strom verbilligte dagegen 2012 im Schnitt um 2,8 Prozent, wobei sich hier ein zweigeteiltes Bild zeigt: Während Weiterverteiler im Jahresmittel Preisrückgänge um 10,1 Prozent verzeichneten, mussten Verbraucher für Strom im Durchschnitt 3,7 Prozent mehr zahlen als 2011. Ohne die Preiserhöhungen bei Energie verteuerten sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene 2012 im Jahresdurchschnitt lediglich um 1,3 Prozent (2011 gegenüber 2010: +3,5 %).

Nahrungsmittel deutlich teurer, Metalle günstiger

Die geringste Jahresteuerung wiesen Vorleistungsgüter, also Güter die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, auf. Sie verteuerten sich im Schnitt 2012 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 0,6 Prozent. Preistreiber waren hier vor allem chemische Grundstoffe, die im Schnitt auf Produzentenebene 3,6 Prozent mehr kosteten als im Jahr zuvor. Eine gegenteilige Entwicklung zeigte sich 2012 bei den Metallen. Sie verbilligten sich gegenüber  2011 im Jahresmittel um 3,0 Prozent. Im Dezember lag die Jahresteuerungsrate von Vorleistungsgütern allerdings trotz leichter Preisrückgänge gegenüber November mit 1,3 Prozent gut doppelt so hoch wie im Jahresmittel. Investitionsgüter verteuerten sich 2012 um 1,1 Prozent, Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 1,7 Prozent mehr als 2011.

Die Preise für Verbrauchsgüter zogen deutlich stärker an. Sie verteuerten sich 2012 über alle Gütergruppen hinweg im Dezember um 2,5 Prozent und im Jahresdurchschnitt um 2,7 Prozent. Nahrungsmittel kosteten im Dezember sogar 3,7 Prozent mehr als Vorjahresmonat und im Jahresmittel 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Starke Preisanstiege gab es hier 2012 vor allem bei Zucker (+30,8%), sowie bei Rind- und Schweinefleisch (+9,8% bzw. +7,7%).

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