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News, 08.08.2008
Energiemarkt
ZEW prognostiziert weiter steigende Energiepreise
Nach Einschätzung von Energieexperten werden die Energiepreise im zweiten Halbjahr 2008 weiter steigen. Auch über einen Zeitraum von fünf Jahren ist eine Entspannung am Energiemarkt demnach nicht in Sicht.
Die Preisspirale am Energiemarkt zeigt auch auf lange Sicht betrachtet weiter steil nach oben. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellten Energiemarktbarometers, das halbjährlich die Prognosen von mehr als 200 Energiemarktexperten erfasst. Demnach zeigt sich die absolute Mehrheit der Experten davon überzeugt, dass die Energiepreise auch in den nächsten fünf Jahren weiter anziehen werden.

Beim Erdgas rechnen etwa 83 Prozent der vom ZEW befragten Energieexperten mit einem weiteren Preisanstieg im nächsten Halbjahr, wobei mehr als drei Viertel der Befragten (78%) davon ausgehen, dass die Erdgaspreise auch in den Folgejahren weiter steigen. Dass die Preise sinken werden, glaubt auf sowohl auf kurze als auch lange Sicht gesehen nur eine Minderheit von zwei bzw. fünf Prozent. Weitere 15 Prozent bzw. 17 Prozent erwarten kurz- und langfristig betrachtet bei den Erdgaspreisen eine Stagnation.

Für die Kohle rechnen sechs von zehn Befragten noch mit einem Preisanstieg (60%) in diesem Jahr, während immerhin rund jeder Dritte davon ausgeht, dass das Preisniveau bis Ende dieses Jahres erst einmal stabil bleibt (38%). Deutlich pessimistischer – zumindest für die Kohle-Konsumenten – ist die Prognose für den Zeitraum von fünf Jahren, für den rund acht von zehn Befragten (78%) weitere Preiserhöhungen erwarten. An stagnierende Kohlerpreise glaubt nur jede Sechste (17%), und nur fünf Prozent, dass diese sinken.

Mit Blick auf die langfristige Strompreisentwicklung herrscht unter den Experten indes fast einhelliger Konsens, demnach auf lange Sicht gesehen mehr als neun von zehn Befragten davon ausgehen, dass die Preise weiter steigen (93%). Mehr als zwei Drittel (70%) rechnen damit sogar noch in diesem Jahr, während drei von zehn Befragten damit rechnen, dass die Strompreise noch bis Jahresende auf dem derzeitigen Niveau verharren. Dass die Strompreise in naher oder ferner Zukunft sinken könnten, daran glaubt fast keiner.

Auch die Hoffnung, dass sich zumindest am Ölmarkt eine kurzfristige Entspannung einstellen könnte, wie sie mancher der Experten noch im Januar hegte, ist dem ZEW zufolge nun verflogen: Dass der Ölpreis dieses Jahr noch sinkt, glaubt nur eine Minderheit von acht Prozent, während sechs von zehn befragten Energieexperten damit rechnen, dass er auch auf kurze Sicht noch weiter steigt. Was die Folgejahre anbetrifft, so sind sich drei Viertel der Befragten sicher, wird sich daran auch so schnell nichts ändern und der Ölpreis weitere Rekordhöhen erklimmen.

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

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