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News, 29.11.2012
Einfuhrpreise erneut gesunken
Preisdruck bei deutschen Importen weiter rückläufig
Das Preisniveau von deutschen Importen ist im Oktober auf Monatssicht erneut gesunken. Auch der Inflationsdruck über Energieimporte hat sich weiter deutlich abgeschwächt.
Deutlich Preisrückgänge verzeichneten u.a. Importeure von Roheisen und Stahl. Noch stärker verbilligten sich jedoch auf Jahressicht Importe von Eisenerz und Rohkaffee.
Deutlich Preisrückgänge verzeichneten u.a. Importeure von Roheisen und Stahl. Noch stärker verbilligten sich jedoch auf Jahressicht Importe von Eisenerz und Rohkaffee.

Deutsche Importe haben sich im Oktober gegenüber September um durchschnittlich 0,6 Prozent verbilligt, berichtet das Statistische Bundesamt. Im September waren die deutschen Einfuhrpreise auf Monatssicht sogar um 0,7 Prozent gesunken. Auch gegenüber Vorjahresmonat hat sich der Preisdruck abermals auf Monatssicht erheblich abgeschwächt. So verringerte sich die Jahresteuerungsrate deutsche Einfuhren den zweiten Monat in Folge weiter auf 1,5 Prozent. Im September hatten sich nach Deutschland importierte Güter noch im Schnitt um 1,8 Prozent auf Jahressicht verteuert, im August sogar um 3,3 Prozent. Die deutschen Ausfuhrpreise lagen im Oktober 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, genauso wie im September (ebenfalls +1,7%).  Auf Monatssicht verbilligten sich deutsche Exporte dagegen im Durchschnitt leicht um 0,2 Prozent.

Teuerung von Energieimporten schwächt sich weiter ab

Gut drei Viertel der Jahresteuerung der deutschen Einfuhren war auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Hier wies der Index im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat bei Importen einen durchschnittlichen Preisanstieg um 3,3 Prozent aus. Allerdings hat sich der Preisauftrieb bei Energieimporten erneut erheblich abgeschwächt: Im September hatte die Jahresteuerungsrate noch 5,7 Prozent betragen, im August war sie sogar bei 11,4 Prozent gelegen. Auf Monatssicht verbilligte sich importierte Energie sogar erneut um 1,0 Prozent. Im September waren die Preise im Schnitt sogar um 3,3 Prozent auf Monatssicht gesunken. Deutlich höhere Preise als im Vorjahresmonat verzeichneten vor allem Importeure von Mineralerzeugnissen, die eine Jahresteuerung um 12,1 Prozent aufwiesen, sich gegenüber September allerdings um 2,0 Prozent verbilligten. Auch Erdöl war deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+7,8%), verbilligte sich gegenüber September aber ebenfalls (-1,5%). Erheblich günstiger als im Vorjahr war dagegen importiertes Erdgas. Hierfür mussten Importeure im Oktober durchschnittlich 8,1 Prozent weniger zahlen als vor einem Jahr (+1,1% gegenüber September). Ohne die Preisanstiege bei Energieprodukten hätte sich das Preisniveau der deutschen Einfuhren lediglich um 0,4 Prozent auf Jahressicht erhöht. Gegenüber September sanken die Einfuhrpreise, Erdöl und Mineralerzeugnisse nicht berücksichtigt, im Oktober sogar um 0,4 Prozent.

Eisenerzpreise weiter auf Talfahrt

Besonders starke Preisrückgänge verzeichneten im Oktober Importeure von Eisenerz, das sich gegenüber September um 10,9 Prozent verbilligte. Gegenüber Oktober letzten Jahres verringerte sich das Preisniveau von importiertem Eisenerz sogar um 39,5 Prozent. Auch die Preise für Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen verringerten sich deutlich. Sie lagen 6,1 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats und sanken gegenüber September um 1,6 Prozent. Erheblich mehr bezahlen mussten Importeure dagegen für Nicht-Eisen-Metallerze, die sich auf Jahressicht um 9,4 Prozent verteuerten, allerdings günstiger waren als im September (-1,7%). Nicht-Eisen-Metalle und daraus gefertigtes Halbzeug (bspw. Bleche, Rohre und Stangen) kosteten ebenfalls mehr als im Vergleichszeitraum 2011 (+3,7%), aber weniger als im September (-0,6%).  Erheblich teurer als im Vorjahr war vor allem importiertes Kupfer (+11,7%), während sich Aluminium und Nickel deutlich binnen Jahresfrist verbilligten (-4,6 bzw. -3,3%).

Bei Getreide nahm der Preisdruck wieder deutlich zu. Hier stiegen die Preise auf Monatssicht um durchschnittlich 1,7 Prozent. Auf Jahressicht verteuerten sich Getreideimporte sogar um 16,9 Prozent. Im September hatte die Jahresteuerungsrate noch 13,0 Prozent betragen und der Preisdruck binnen Monatsfrist ein wenig abgenommen (-1,1%). Im Lebensmittelsektor zogen unter anderem die Preise für Schweinefleisch erheblich an. Hierfür mussten Importeure im Oktober 20,2 Prozent mehr zahlen als im Jahr zuvor (+1,0% gegenüber September). Kräftige Preisrückgänge gab es dagegen bei importiertem Rohkaffee, der sich auf Monatssicht um 6,0 Prozent und gegenüber Oktober 2011 um 22,2 Prozent verbilligte. Milch und Milchprodukte kosten ebenfalls weniger als im Vorjahresmonat (-3,4%), verteuerten sich aber gegenüber September deutlich (+1,4%)

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