VOLLTEXTSUCHE
News, 27.12.2010
Einfuhrpreise
Höchste Teuerung deutscher Importe seit 10 Jahren
Die Preise für deutsche Importe sind im November so stark gestiegen wie seit 10 Jahren nicht mehr. Grund hierfür war ein erneutes Anziehen der Energie- und Rohstoffpreise.
Die immense weltweite Nachfrage nach Energie und Rohstoffen – vor allem in den wachstumsstarken Schwellenländern - treibt die Außenhandelspreise in die Höhe.
Die immense weltweite Nachfrage nach Energie und Rohstoffen – vor allem in den wachstumsstarken Schwellenländern - treibt die Außenhandelspreise in die Höhe.
Der Höhenflug der deutschen Einfuhrpreise hat sich im November fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gab, lag der Index der deutschen Einfuhrpreise im November um 10,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das war die höchste Teuerungsrate gegenüber einem Vorjahresmonat seit November 2000 (+ 10,6% gegenüber November 1999). Auf Monatssicht erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise im November um 1,2 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresveränderungsrate bei 9,2 Prozent und im September bei 9,9 Prozent gelegen.  Der Index der Ausfuhrpreise erhöhte sich auf Monatssicht um 0,3 Prozent und lag im November um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (Oktober:  + 4,3%; September: +4,6%).

Dem Statistikamt zufolge war die hohe Jahresteuerung der deutschen Einfuhren vor allem auf die starken Preisanstiege bei Energie, Rohstoffen und Metallen zurückzuführen.  So lagen die Preise für Energie im November um 25,4 Prozent über dem Vorjahresniveau und um 3,4 Prozent höher als im Oktober. Am stärksten verteuerte sich Erdgas, für das Importeure im November 32,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent mehr als im Oktober. Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen binnen Jahresfrist um 24,4 Prozent und gegenüber Oktober um 4,3 Prozent. Die Rohölpreise lagen um 23,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und erhöhten sich auf Monatssicht um 4,9 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise auf Jahressicht um 8,5 Prozent und gegenüber Oktober 0,8 Prozent.

Im Rohstoffsektor verteuerte sich auf Jahressicht am stärksten Eisenerz, für das deutsche Importeure im November rund doppelt so viel bezahlen mussten wie im Vorjahresmonat (+99,1%), wenn auch etwas weniger als im Oktober (-1,6%).  Importe von Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen verteuerten sich auf Jahressicht um 29,0 Prozent und gegenüber Oktober um 0,6 Prozent. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze stiegen im November gegenüber Oktober sogar um 3,2 Prozent und lagen um 35,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug kosteten 30,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und verteuerten sich gegenüber Oktober um 3,1 Prozent. Nickel verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 45,6 Prozent (+ 0,6% gegenüber Oktober). Die Preise für Rohkupfer erhöhten sich auf Jahressicht um 36,0 Prozent (+2,9 gegenüber Oktober) und die für Rohaluminium um 22,7 Prozent (+ 0,9% gegenüber Oktober).

Im Nahrungsmittelsektor verzeichneten die stärksten Preisanstiege Importeure von Getreide und Rohkaffee. So lagen die Preise für Getreide im November um 55,4 Prozent und die für Rohkaffee um 50,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber Oktober verteuerten sich Getreideimporte um 5,7 Prozent und Rohkaffee um 3,4 Prozent. Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse stiegen gegenüber Oktober um 0,4 Prozent und lagen im November um 10,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG