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News, 08.05.2014
Starker Orderrückgang
Einbruch des Auftragseingangs in der deutschen Industrie
Rückschlag für die deutsche Industrie: Nach vier Monaten in Folge mit einer aufwärts gerichteten Nachfrage hat sich der Auftragseingang in der Industrie im März erheblich abgeschwächt.
Besonders in den Eurozone-Ländern brach der Auftragseingang kräftig ein.
Besonders in den Eurozone-Ländern brach der Auftragseingang kräftig ein.

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte, sind die Auftragseingänge in der Industrie im März gegenüber Februar preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt um 2,8 Prozent zurückgegangen. Einen ähnlich starken Auftragsrückgang verzeichnete die deutsche Industrie zuletzt im November 2012, als die Bestellungen auf Monatssicht um 2,9 Prozent zurückgegangen waren. Zuvor hatten die Auftragseingänge seit November letzten Jahres kontinuierlich zugelegt, zuletzt im Februar aufwärts revidiert auf Monatssicht um 0,9 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge eigentlich mit einem weiteren Anziehen der Industrienachfrage um 0,3 Prozent gerechnet. „Der Anteil der Großaufträge war für einen März anders als im Vormonat stark unterdurchschnittlich. Infolgedessen gingen insbesondere weniger Aufträge für Investitionsgüter und weniger Aufträge aus dem Euroraum ein“, erklärte das Ministerium den unerwarteten Rückgang der Bestellungen.

Nach Auskunft der Statistikbehörde verbuchte die Industrie vor allem im Ausland eine deutlich schwächere Bestelldynamik. Hier verringerte sich das Ordervolumen gegenüber Februar insgesamt um 4,6 Prozent. Grund für den ungewöhnlich starken Auftragsrückgang war ein Einbruch der Nachfrage aus den Eurozone-Ländern, aus denen im März 9,1 Prozent weniger Orders kamen als im Monat zuvor. Der Auftragseingang aus dem außereuropäischen Ausland schwächte sich zwar ebenfalls merklich ab, allerdings lediglich um vergleichsweise moderate 1,7 Prozent. Auch aus dem Inland kamen weniger Impulse. Von hier gingen bei den Industriebetrieben 0,6 Prozent weniger Bestellungen ein als im vorangegangen Monat. Einen besonders starken Rückgang der Orders verzeichneten die Konsumgüterproduzenten. Hier unterschritt der Auftragseingang das Niveau von Februar insgesamt um 5,3 Prozent. Bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten lag das Ordervolumen ebenfalls deutlich unter dem von Februar (-1,2 %  bzw. -3,6 %).

Infolge des starken Rückgangs der Bestellungen im März verharrten die Auftragseingänge in der Industrie im ersten Quartal insgesamt auf dem Niveau des Jahresschlussquartals 2013 (1. Quartal: +0,0 %). Dabei entwickelte sich die Nachfrage aus dem Inland (+1,9 %) und aus Staaten außerhalb des Euroraums (+0,7 %) weiterhin positiv, während die Nachfrage aus dem Euroraum (-4,6 %) deutlich zurückging. Allerdings waren diese Entwicklungen dem Ministerium zufolge maßgeblich durch die stark schwankenden und kurzfristig weniger produktionswirksamen Großaufträge beeinflusst. Die Großaufträge herausgerechnet nahmen die Auftragseingänge in der Industrie im ersten Quartal deutlich um 1,9 % zu.

„Insgesamt bleibt der Trend der Bestellungen in der Industrie aufwärtsgerichtet, dürfte sich aber etwas abschwächen. Hierzu könnten gewisse Produktionsverschiebungen aufgrund des milden Winters sowie eine vorübergehende Zurückhaltung bei der Ordertätigkeit wegen der aktuellen geopolitischen Ereignisse beitragen“, so das Ministerium. „Insgesamt wird der Aufschwung in der Industrie weiterhin durch die robuste Binnennachfrage und die Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum nach industriellen Erzeugnissen getragen.“

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