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Die Erben Gutenbergs - Druckereien und Buchbindereien müssen wettbewerbsfähig bleiben

Die Verwerfungen des Druckmaschinenmarktes sind dramatisch. Um 50 Prozent seien die Auftragseingänge im laufenden Jahr eingebrochen, so ein Bericht der FAZ .
(PM) Wiesbaden/Brüssel, 29.01.2010 - Wiesbaden/Brüssel, 29. Januar 2010 - Die Verwerfungen des Druckmaschinenmarktes sind dramatisch. Um 50 Prozent seien die Auftragseingänge im laufenden Jahr eingebrochen, so ein Bericht der FAZ www.faz.net. Für das nächste Halbjahr erwarten, laut Konjunkturtelegramm des Bundesverbandes Druck und Medien www.bvdm.de, 18 Prozent der Unternehmen eine verschlechterte und 14 Prozent eine verbesserte Geschäftslage. 68 Prozent gehen davon aus, dass es zu keiner Änderung kommen wird.

Vor rund 565 Jahren erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern und leitete so eine Medienrevolution ein. Durch dieses Verfahren konnte schneller, billiger und in größeren Mengen gedruckt werden – zweifelsfrei eine Sternstunde der deutschen Geschichte. Heute sind in der Druckindustrie rund 172.000 Mitarbeiter in 11.000 Betrieben beschäftigt. 84 Prozent aller Betriebe haben dabei weniger als 20 Mitarbeiter. Der Branchenumsatz wird auf 24 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Neben dem Druck von Büchern, Heften und Prospekten haben sich auch andere Druckbereiche aufgetan, weiß Marc Büttgenbach, Vertriebsleiter Labels and Consumables bei Bizerba www.bizerba.com: „Der Druck von Etiketten wurde in den frühen 1930-er Jahren in den USA durch das Unternehmen Avery Dennison begründet. Heute gilt es überall Mehrwerte zu schaffen, Etiketten sind multifunktional und müssen neben ihrem schmuckvollen Aussehen auch technische Funktionen übernehmen, z.B. in Kombination mit integrierten RFID-Transpondern für die Diebstahlsicherung. Insgesamt werden die Rahmenbedingungen der Druckprozesse immer mannigfaltiger, was teils massive Anpassungen seitens der Unternehmen erfordert, etwa beim hochstehenden Wertdruck für die Erstellung der neuen Personalausweise“.

Besonders kleine mittelständische Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, sich vom traditionellen Handwerksbetrieb zu einer industriellen Produktion zu entwickeln – meist unter erheblichem Termin- und Wettbewerbsdruck. Wichtig ist es hierbei, dass die Druckqualität stabil und reproduzierbar ist. Doch will der Drucker oder Buchbinder die Prozesse effizient vorbereiten und steuern, stehen ihm hierzu oftmals nur unzureichende Informationen zur Verfügung.

Dieses Kommunikationsdefizit hat man in den letzten Jahren erkannt. Auf Initiative des VDMA www.cemat-network.com und des Vereins Zellcheming www.zellcheming.de haben Fachleute aller beteiligten Industrien 2004 das Forum Papier und Druck gegründet. Ziel des Forums ist es, die Kommunikation in der Wertschöpfungskette zu verbessern – von der Materialherstellung bis zur Endverarbeitung von Druckprodukten. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit von Druckereien und Buchbindereien erhöhen. Sie erhalten mehr Kenntnisse über die Einflussgrößen der Prozesse und können somit die Kosten für Fehlproduktionen und Reklamationen reduzieren. Von dieser sinkenden Reklamationsquote profitieren auch die Papierhersteller und –händler.

Das Forum hat jetzt den ersten Meilenstein in der gemeinsamen Arbeit gesetzt, indem es empfohlene Papierkennwerte veröffentlicht hat. Für die drei gängigsten Druckverfahren, darunter etwa der Bogenoffsetdruck, empfehlen die Experten Papierkennwerte, die auf die Druckqualität einwirken. Dazu gehören etwa der absolute Feuchtegehalt, die Druckfarbe und der so genannte Bruchwiderstand. Die Kennwerte sind seit dem 15. Dezember verfügbar.

Das Forum wird zudem Schulungen anbieten. Angesprochen sind Fachleute und mittlere Führungskräfte von Druckereien und Papierfabriken, Papierein und –verkäufer sowie Papierhändler. Ziel ist dabei, im Dialog ein besseres Problemverständnis und eine schnellere Problemlösung zu erreichen.

Im Dezember startete in Brüssel ein europaweites Projekt, das die Zukunft der Druckindustrie in Europa ausrichten soll. Es wird von der europäischen Dachorganisation der Druckindustrie, Intergraf www.intergraf.eu, geleitet. Ziel ist es, künftige Herausforderungen der Branche zu eruieren und Lösungsansätze für Großbetrieb sowie klein- und mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Ein erster Workshop findet am 18. und 19. März 2010 in Mailand statt, eine zweite Konferenz für Betriebe mit unter 50 Beschäftigten am 22. und 23. April ebenfalls in Mailand. Die Ergebnisse der Workshops und der Studie sollen in einer Konferenz im November 2010 in Brüssel vorgestellt werden.

Quellen:

www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EDAC3BA394D504B12B4873610F77B3912~ATpl~Ecommon~Scontent.html

www.bvdm-online.de/Aktuelles/Pressemeldungen.php?&action=load&Group=0&ID=553

www.bizerba.com

www.cemat-network.com/fileadmin/Documents_and_Pictures/02_News_Presse/VDMA/2009-12-16-VDMA.pdf

www.druckspiegel.de/news/show/branchen-news/25561

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