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News, 01.08.2012
Stimmungseinbruch am Beteiligungsmarkt
Deutscher Private Equity-Markt im Sog der Eurokrise
Die Stimmung am deutschen Beteiligungsmarkt hat sich im zweiten Quartal erheblich eingetrübt. Laut German Private Equity Barometer (GPEB) bewerten deutsche Beteiligungsgesellschaften sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftsaussichten deutlich schlechter als bislang.
Wachstumsstarke Unternehmensgründungen und Mittelständler werden BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs zufolge jedoch weiterhin finanziert.
Wachstumsstarke Unternehmensgründungen und Mittelständler werden BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs zufolge jedoch weiterhin finanziert.
Die Schuldenkrise in Europa schlägt sich nun auch auf den Markt für Wagniskapital in Deutschland nieder. Wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) berichtet, ist das von der KfW und dem Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) erhobene German Private Equity Barometer (GPEB) im zweiten Quartal um 19,4 auf 23,4 Punkte eingebrochen. „Das ist der zweitstärkste Rückgang des Barometers seit Erhebungsbeginn im Jahr 2003“, so die KfW. Damit liege der Geschäftsklimaindex der deutschen Beteiligungsbranche der Staatsbank zufolge nun deutlich unter seinem historischen Mittelwert (35,9 Punkte). In den zwei vorangegangenen Quartalen hatte sich die Lage auf deutschen Markt für Private Equity noch jeweils auf Quartalssicht aufgehellt.

Die stärkste Verschlechterung weist die Erhebung im Markt für Frühphasen-Kapitalbeteiligungen auf, wo der Geschäftsklimaindex um 20,9 auf 23 Punkte einbrach. Hier weisen die Bewertungen der Unternehmen zur aktuellen Lage einen ähnlich starken Rückgang auf wie die Geschäftsprognosen für die kommenden sechs Monate (-20,0 bzw. -21,9 Zähler). Im Spätphasenmarkt verschlechterte sich das Geschäftsklima mit einem Rückgang des Indikators von 18,4 auf 23,7 Punkte ebenfalls erheblich, wobei in diesem Marktsegment vor allem die Bewertungen zu den Geschäftsaussichten deutlich schlechter ausfielen als im Vorquartal (-31,7 Zähler), die Lageurteile verschlechterten sich dagegen vergleichsweise moderat (-5,1 Zähler).

Für die deutliche Verschlechterung sowohl der aktuellen Lage als auch der Geschäftsaussichten machen die befragten Private Equity-Gesellschaften der KfW zufolge vor allem die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verantwortlich. So würden zwar die Nachfrage nach Beteiligungskapital und deren Qualität von den befragten Firmen als sehr gut bewertet. Jedoch reiche dies nicht aus, um die wirtschaftlichen Negativ-Einflüsse auf die Stimmung auszugleichen, die dem Bericht nach in beiden Marktsegmenten (Früh- und Spätphase) vor allem durch eine schlechte Fundraising-Situation sowie durch die Entwicklungen am Aktienmarkt und die Verschlechterung der Konjunkturerwartungen belastetet wird.

„Der Stimmungseinbruch im deutschen Beteiligungsmarkt war in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar. Er spiegelt die durch die sich zuspitzende Rezession in der Europeripherie nun auch in Deutschland deutlich spürbare konjunkturelle Abkühlung sowie die enttäuschende Entwicklung am Aktienmarkt wider“, konstatierte Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe Dr. Norbert Irsch. Dies und die damit gestiegene Verunsicherung sowie der Umstand, dass die Volatilität im PE-Markt seit Beginn der Eurokrise deutlich zugenommen habe, machten es für Geldgeber, VC-Manager und Unternehmen Irsch zufolge erheblich schwieriger, mittelfristig zu planen.
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