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News, 12.01.2016
Ausfuhren weiter auf Rekordjagd
Deutscher Export trotzt China- und Russland-Flaute
Die deutschen Exporte haben im November die Rekordjagd nach dem Rückgang im Oktober trotz schwacher Konjunktur in einigen großen Schwellenländern wieder aufgenommen.
In Europa legten die Exporte fast doppelt so stark zu wie in den Schwellenländern.
In Europa legten die Exporte fast doppelt so stark zu wie in den Schwellenländern.

Der günstige Euro und ein starkes Anziehen der Nachfrage in den USA und Großbritannien haben im November die Exporte wieder auf den Wachstumspfad zurückgeführt. Nach einem schwächeren Oktober mit einem Ausfuhrminus von 1,3 Prozent legten die Exporte wieder leicht um 0,4 Prozent auf Monatssicht zu. Ökonomen hatten Reuters nach sogar im Median mit einem Ausfuhrplus von 0,7 Prozent gerechnet. Auf Jahressicht stand dennoch im November einmal mehr ein kräftiges Ausfuhrplus zu Buche. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge überstiegen die Exporte das Niveau des Vorjahresmonats um 7,7 Prozent. Im Oktober waren die Exporte infolge unter anderem der schwachen Konjunkturdynamik in China um 1,3 Prozent zurückgegangen und lediglich 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

„Der deutsche Export bleibt in einem risikoreichen Umfeld auf Wachstumskurs. Rückgängen bei den Ausfuhren nach China stehen dabei insbesondere zweistellige Wachstumsraten in die USA und Großbritannien gegenüber. Sogar von Europa gehen positive Nachfrageimpulse auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Dies hat die Einbrüche aus den Schwellenländern mehr als kompensiert“, erklärte Anton F. Börner, Präsident des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA die Exportzuwächse. Wie der BGA-Chef relativierte, sei diese Entwicklung allerdings zu einem großen Teil auf einen niedrig gehaltenen Euro zurückzuführen sowie den Umstand, dass sich zugleich die Belastungen bei den Importen durch die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise weiterhin in Grenzen hielten. „Allerdings rückt ein Ende dieser Entwicklung näher, da wichtige Wirtschaftspartner ebenfalls ihre Währungen abwerten. Ein solcher Abwertungswettlauf ist brandgefährlich und unzweifelhaft auch in der derzeitigen EZB-Geldpolitik begründet“, warnte Börner.

Starker Zuwachs der Exporte in EU

Wachstumsmotor bei den deutschen Ausfuhren waren vor allem die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU). Hier legten die Exporte im November im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um  9,5 Prozent auf 60,7 Milliarden Euro zu. Den stärksten Zuwachs gab es in den EU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone. Sie bezogen im November mit Exporten im Gesamtwert von rund 22,9 Milliarden Euro volumenmäßig 10,8 Prozent mehr Waren als im Vorjahresmonat. Aber auch die Ausfuhren in die Euroländer legten kräftig zu. Hier betrug das Ausfuhrplus auf Jahressicht mit einem Warenhandelswert von 37,8 Milliarden Euro im November 8,8 Prozent.  Die Ausfuhren in die Länder außerhalb der Europäischen Union, die sogenannten Drittstaaten, lagen mit einem Handelsvolumen von 41,5 Milliarden Euro ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bei ihnen stand auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 5,1 Prozent zu Buche.

cs/Destatis/BGA; Bild: Marlies Schwarzin /pixelio.de
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