VOLLTEXTSUCHE
News, 26.06.2015
Abfallstatistik
Deutsche beim Pro-Kopf-Abfall deutlich über EU-Durchschnitt
Vorreiter in Sachen Umweltschutz sieht anders aus: Im Jahr 2013 produzierten deutsche Verbraucher Eurostat zufolge gut ein Viertel mehr Siedlungsabfall als der Durchschnitt aller EU-Mitgliedstaaten.
Bild: © panthermedia.net/Dmitriy Shironosov
Bild: © panthermedia.net/Dmitriy Shironosov
Die Deutschen liegen, was die Produktion von Abfall angeht, EU-weit unter den Top 4. Das geht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus aktuellen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Danach fielen im Jahr 2013 in Deutschland je Einwohner durchschnittlich 617 Kilogramm Siedlungsabfall an. Ein noch höheres Pro-Kopf-Aufkommen an Abfall gab es nur in Zypern (624 kg), Luxemburg (653 kg) und Dänemark (747 kg). Damit produzierten deutsche Verbraucher im Durchschnitt 28 Prozent mehr Siedlungsabfälle als der Durchschnitt der EU-Verbrauer (rund 481 kg). Als Siedlungsabfall zählen alle Abfälle, die nicht in Produktionsprozessen anfallen. Hierzu zählen unter anderem Hausmüll und Hausmüll-ähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll, Straßenkehricht, kompostierbarer Abfall sowie recycelbare Abfälle, wie zum Beispiel Papier, Verpackungsmaterial, Kunststoffe, Elektronik, Glas und Holz.

In den östlichen EU-Ländern ist das Abfallkommen deutlich geringer. Am wenigsten Siedlungsabfälle gemessen an der Zahl der Einwohner produzieren die Rumänen. Sie produzierten im Jahr 2013 mit einem Pro-Kopf-Abfall von 272 Kilogramm durchschnittlich weniger als Hälfte so viel Müll wie deutsche Konsumenten. Das zweitniedrigste Abfallaufkommen pro Kopf wies Estland aus (293 kg).

Erdöl-Importe ein Drittel günstiger

Am stärksten beeinflusst wurde die Entwicklung der deutschen Einfuhrpreise von den starken Preisrückgängen bei Energie. Hier unterschritten die Preise im Juli das Vorjahresniveau im Schnitt um 23,9 Prozent. Importiertes Erdöl kostete im Durchschnitt sogar rund ein Drittel weniger als im Vorjahresmonat (- 32,5 %). Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt um 23,8 Prozent. Die Einfuhrpreise für Erdgas lagen durchschnittlich 9,8 Prozent unter dem Niveau von Juli 2014, Strom-Importe verbilligten im Jahresvergleich um 10,1 Prozent.

Rohstoffe ebenfalls erheblich günstiger, Waren dagegen deutlich teurer

Starke Preisrückgänge verzeichneten auch Importeure von Rohstoffen. Hier unterschritten die Einfuhrpreise im Juli das Niveau des Vorjahresmonats im Schnitt um 21,9 Prozent. Metalle waren allerdings durchschnittlich 2,9 Prozent teurer als im Juli 2014. Nicht-Eisen-Metalle verteuerten sich auf Jahressicht im Schnitt sogar um 9,3 Prozent. Die Einfuhrpreise für Aluminium und Halbzeug daraus erhöhten sich sogar um 13,2 Prozent, Edelmetalle und Halbzeug daraus verteuerten sich im Jahresvergleich um 6,9 Prozent. Erheblich günstiger waren dagegen Eisenerze. Hierfür mussten Importeure durchschnittlich rund ein Viertel weniger zahlen als im Vorjahresmonat (- 25,4 %)

Importe von Fertigwaren verteuerten sich dagegen im Schnitt um auf Jahressicht um 3,0 Prozent, wobei die Preise für Enderzeugnisse im Jahresvergleich durchschnittlich um 3,3 Prozent nach oben gingen, die Preise für Vorerzeugnisse dagegen nur um 1,2 Prozent.

cs/Destatis

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG