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News, 04.12.2012
Mehr Umweltschutzinvestitionen
Deutsche Wirtschaft forciert Investitionen in Umweltschutz
Deutsche Unternehmen geben immer mehr für Umweltschutzmaßnahmen aus: Nach einer statistischen Erhebung legten allein die Umweltschutzinvestitionen des Produzierenden Gewerbes 2010 um 400 Millionen Euro zu. Am meisten investierten Abfallentsorger und Energieversorger in den Umweltschutz.
Fast drei Viertel der Gesamtinvestitionen in Sachen Umweltschutz entfielen auf den Gewässer- sowie den Klimaschutz.
Fast drei Viertel der Gesamtinvestitionen in Sachen Umweltschutz entfielen auf den Gewässer- sowie den Klimaschutz.

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, gaben Unternehmen des Produzierendes Gewerbes (ohne Baugewerbe) im Jahr 2010 rund 24 Milliarden Euro für Umweltschutzmaßnahmen aus. Davon entfielen 17,8 Milliarden Euro auf laufende Umweltschutzausgaben und mehr als 6 Milliarden Euro auf Investitionen in Sachanlagen für den Umweltschutz. Damit investierten Deutschlands produzierende Betriebe (ohne Bauunternehmen) 7,6 Prozent mehr in den Umweltschutz als im Jahr zuvor (2009: 5,6 Mrd. Euro). Der Anteil der Investitionsausgaben für den Umweltschutz an den Gesamtinvestitionen der Unternehmen in Sachanlagen belief sich im Jahr 2010 auf 9 Prozent.

Fast die Hälfte der gesamten Umweltschutzinvestitionen entfiel auf den Gewässerschutz. Mit einem Volumen von knapp 2,5 Milliarden Euro flossen in ihn rund 41 Prozent der Gesamtinvestitionen und damit so viele Gelder wie in keinen anderen der sieben Umweltbereiche. An zweiter Stelle und ebenfalls mit großem Abstand zu allen anderen Umweltschutzbereichen standen mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,9 Milliarden Euro Investitionen in den Klimaschutz. Hierunter fallen die Vermeidung und Verminderung der Emissionen von Kyoto-Treibhausgasen, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung sowie die Nutzung von erneuerbare Energien. Weitere 1,6 Milliarden Euro flossen in die anderen fünf Umweltbereiche. Die mit Abstand größten Posten war hier die Abfallwirtschaft (799,9 Mio. Euro) und die Luftreinhaltung (706,6 Mio. Euro). Dahinter folgten die Lärmbekämpfung (75,2 Mio. Euro), die Bodensanierung (53,7 Mio. Euro) sowie der Bereich Naturschutz und Landschaftspflege (40,7 Mio. Euro).

Die höchsten Umweltschutzinvestitionen tätigten 2010 die Abwasserentsorger. Sie investierten 2010 knapp 1,7 Milliarden Euro. 1,4 Milliarden Euro entfielen dabei auf Investitionen in sogenannte additive Umweltschutzmaßnahmen, das heißt auf separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Umweltschutzanlagen zur Verringerung von Emissionen. Weitere 45 Millionen Euro flossen in den Klimaschutz und 225 Millionen in integrierte Umweltschutzmaßnahmen. Am zweitmeisten investierten in den Umweltschutz die Energieversorger, deren Investitionen sich auf 1,5 Milliarden Euro beliefen. Ungefähr drei Viertel davon gingen in den Klimaschutz. Der dritte Rang ging an die Abfall- und Recyclingwirtschaft mit Investitionen in Höhe von insgesamt knapp 700 Millionen Euro. Dahinter folgten die Wasserversorgung (350,3 Mio. Euro), die Chemische Industrie (297,3 Mio. Euro) sowie der Wirtschaftsbereich Metallerzeugung und –bearbeitung (205,2 Mio. Euro). Weitere in Sachen Umweltschutz vergleichsweise investitionsaktive Wirtschaftsbereiche waren die Mineralölindustrie (167,3 Mio Euro), die Herstellung  von  Glas  und  Glaswaren,  Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden (140,9 Mio. Euro), die Nahrungs- und Futtermittelindustrie (136,7 Mio. Euro) sowie die Kraftfahrzeugindustrie (132,3 Mio. Euro.)

Von den rund 17,8 Milliarden Euro an Aufwendungen für laufende Umweltschutzmaßnahmen entfiel der Löwenanteil auf den Betrieb und die Wartung von Umweltschutzanlagen, wie beispielsweise Entsorgungs-, Klär- und Luftfilteranlagen. Sie machten mit einem Volumen von 13,0 Milliarden Euro knapp drei Viertel der Gesamtaufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen aus. Weitere 4,7 Milliarden Euro gaben die Betriebe unter anderem für Entsorgungsleistungen durch Dritte, für Forschungen und Analysen, für die Beschäftigung von Umweltschutzbeauftragten sowie für kommunale Abfall- und Wassergebühren aus. Die höchsten laufenden Kosten für Umweltschutzmaßnahmen wiesen die Wirtschaftsbereiche Abwasserentsorgung (3,3 Mrd. Euro) und Abfallentsorgung (3,0 Mrd. Euro) aus. Dicht dahinter folgten die Energieversorger (2,6 Mrd. Euro) und auf den weiteren Plätzen die Chemische Industrie (1,8 Mrd. Euro) und die Metallindustrie (1,4 Mrd. Euro).

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