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News, 11.05.2012
Außenhandel März
Deutsche Wirtschaft erzielt Rekordergebnis im Export
Die deutsche Wirtschaft hat im März so viel ins Ausland exportiert wie nie zuvor in einem Monat. Auch die deutschen Einfuhren kletterten auf einen neuen Höchststand. Der Außenhandel mit den Eurozone-Ländern allerdings bereitet Sorgen.
Die Entwicklung der Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten allerdings bereitet Sorgen. Hier schwächt sich die Dynamik immer stärker ab.
Die Entwicklung der Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten allerdings bereitet Sorgen. Hier schwächt sich die Dynamik immer stärker ab.

Der deutsche Außenhandel setzt seine Rekordfahrt weiter fort. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse bekannt gab, legten die deutschen Exporte im März gegenüber Februar kalender- und saisonbereinigt weiter um 0,9 Prozent auf 98,9 Milliarden Euro zu. Das ist der höchste jemals gemeldete Ausfuhrwert in einem Monat seit Erhebung der Statistik. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, aus dem auch die bisherige Bestmarke datierte, erhöhten sich die deutschen Ausfuhren um 0,7 Prozent. Die deutschen Importe summierten sich im März auf einen Warenwert von 81,5 Milliarden Euro und erreichten damit ebenfalls ein neues Allzeithoch. Sie stiegen gegenüber Februar um 2,6 Prozent und binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent.

Eurokrise belastet zunehmend deutschen Export

Das Rekordergebnis bei den Ausfuhren wird jedoch getrübt. So gingen die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten mit einem Gesamtvolumen von 57,0 Milliarden Euro gegenüber März 2011 um 2,8 Prozent zurück. Bei den Ausfuhren in die Eurozone-Länder verzeichnete die deutsche Wirtschaft im März sogar einen Rückgang der Exporte binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent (38,1 Mrd. Euro). Das Ausfuhrvolumen in die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, verringerte sich ebenfalls auf Jahressicht um 1,4 Prozent (18,9 Mrd. Euro). Deutliche Zuwächse erzielte die deutsche Wirtschaft allein im Handel mit den Ländern außerhalb Europas, den sogenannten Drittländern, die im März aus Deutschland Waren im Wert von 41,9 Milliarden Euro bezogen. Gegenüber März 2011 ist das ein Ausfuhrplus von 6,1 Prozent. Wie Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), erklärte, sei dies zwar weiterhin ein gutes Wachstum. Die Ausgangsbasis dieses Wachstums liege allerdings noch immer deutlich unter dem Europas, gab der BGA-Chef zugleich zu bedenken. „Schließlich machen die Exporte in die EU-Länder immer noch 59 Prozent von den deutschen Gesamtexporten aus“, so Börner.

Von Januar bis März summierten sich die deutschen Warenlieferungen insgesamt auf einen Wert von 276,1 Milliarden Euro, was im Vergleich zum ersten Vierteljahr des letzten Jahres einem Zuwachs um 5,8 Prozent entspricht. Dabei erhöhten sich die deutschen Ausfuhren in die Nicht-EU-Länder binnen Jahresfrist um 11,2 Prozent und die Exporte in EU-Mitgliedsstaaten um 2,3 Prozent (Eurozone: +1,1%; Nicht-Eurozone: 4,7%). Die deutschen Einfuhren erhöhten sich  im ersten Quartal auf Jahressicht um 4,8 Prozent auf 230,6 Milliarden Euro, wobei die Warenlieferung aus den Ländern der EU mit einem Plus von 5,0 Prozent mehr als doppelt so stark stiegen wie die deutschen Ausfuhren. Im Außenhandel mit den Schwellen- und Entwicklungsländern zeichnet die Statistik ein gegenteiliges Bild. Hier weisen die Exporte deutsche Unternehmen im ersten Vierteljahr eine rund zweieinhalbfach so hohe Jahreswachstumsrate aus wie die Importe (1. Quartal: +4,3%).

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