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News, 02.12.2013
Rückläufige Einfuhrpreise
Preisdruck über Importe in Deutschland bleibt gering
Das Niveau der deutschen Einfuhrpreise ist auch im Oktober deutlich unter dem des Vorjahreszeitraums geblieben. Erstmals seit vier Monaten gaben die Einfuhrpreise auch auf Monatssicht im Durchschnitt wieder nach. Die Preise für importierte Nahrungsmittel zogen jedoch deutlich an.

Nach Meldung des Statischen Bundesamtes hat sich der Abwärtstrend der deutschen Einfuhrpreise im Oktober fortgesetzt. Wie die Statistikbehörde ermittelt hat, lagen die Preise für nach Deutschland eingeführte Waren und Dienstleistungen im Oktober durchschnittlich 3,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das war der zehnte Monat in Folge, in dem sich deutsche Importe insgesamt im Jahresvergleich verbilligt haben. Im September waren die Einfuhrpreise im Schnitt um 2,8 Prozent unter dem Vorjahresstand gelegen, im August sogar um 3,4 Prozent. Im Monatsvergleich verbilligten sich nach Deutschland einführte Güter im Oktober ebenfalls, und zwar im Schnitt um 0,7 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge im Jahresvergleich lediglich mit einem um 2,8 Prozent niedrigeren Einfuhrpreisniveau und einem Rückgang gegenüber September um 0,4 Prozent gerechnet.

Wesentlichen Anteil an dem insgesamt im Jahresvergleich geringeren Niveau der deutschen Einfuhrpreise hatte im Oktober einmal mehr die rückläufige Preisentwicklung bei Energie. Hier lagen die Preise im Oktober durchschnittlich 7,5 Prozent unter dem Vorjahresstand. Gegenüber Oktober verbilligten sich importierte Energieerzeugnisse im Schnitt um 2,2 Prozent.  Besonders starke Preisrückgänge gab es bei Steinkohle und Mineralölerzeugnissen, die sich auf Jahressicht um 12,1 bzw. 10,9 Prozent verbilligten. Deutlich nach unten ging es mit den Preisen aber auch bei importiertem Erdöl (-6,4 %) und Erdgas (-4,0 %).  Ohne die Preisrückgänge bei Energie hätte sich das Preisniveau der deutschen Einfuhren im Oktober lediglich um 2,0 Prozent auf Jahressicht verringert.

Weiterhin abwärts gerichtet war aber auch die Preisentwicklung von importierten Vorleistungsgütern. Hier unterschritten die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau um 3,0 Prozent (-0,5 % gegenüber September). Nicht-Eisen-Metallerze sowie Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug kosteten im Oktober durchschnittlich sogar 15,7 Prozent bzw. 13,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (-1,6 % bzw. -1,9 % gegenüber September). Bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren es immerhin noch 6,6 Prozent, die Importeure im Vergleich zum Vorjahr sparten (-0,4 % gegenüber September). Besonders starke Preisrückgänge gab es auf Jahressicht zudem bei Getreide (-18,3 %), allen voran bei importiertem Weizen (-21,0 %).

Auch für Investitionsgüter mussten deutsche Importeure weniger zahlen. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 1,5 Prozent und gegenüber September um 0,2 Prozent. Ein ähnliche Preisentwicklung zeigte sich bei importierten Gebrauchsgütern, wo die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 1,3 Prozent unterschritten (-0,3 % gegenüber September).

Im Nahrungsmittelsektor setzte sich der Preisauftrieb dagegen im Oktober fort. Nahrungsmittel kosteten im Durchschnitt 1,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber September verteuerten sich importierte Nahrungsmittel über alle Warengruppen hinweg um 0,1 Prozent. Deutlich teurer waren unter anderem insbesondere Milch und Milcherzeugnisse (+12,7 %), Kartoffeln (+ 11,0 %) und bei Importen aus dem Bereich Fischerei (9,2 %). Wie bereits in den Vormonaten auch im Oktober stark rückläufig waren dagegen die Preise für importierten Rohkaffee (-28,6 %).

 

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