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News, 16.02.2010
Bauberufe
Beschäftigung im Baugewerbe stark gesunken
Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Zahl der in Deutschland im Baugewerbe erwerbstätigen Personen um mehr als ein Fünftel verringert.
Nach einem Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der Erwerbstätigen in Bauberufen von 1998 bis 2008 um 487.000 bzw. 21,9 Prozent auf rund 1,7 Millionen Personen gesunken. Zugleich hat sich der ohnehin schon hohe Männeranteil an den in Bauberufen tätigen Personen im selben Zeitraum auf 96,6 Prozent erhöht (2008: 95,5%). Das zeigt eine Auswertung des Mikrozensus, der amtlichen Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland.

Wie Destatis mitteilte, ging die Zahl der im Baugewerbe beschäftigten Arbeiter und Angestellten im Untersuchungszeitraum um 487.000 bzw. 26,2 Prozent zurück. Den stärksten Rückgang aber gab es bei den Auszubildenden: Hier sank die Zahl seit 1998 um 78.000 bzw. 40,5 Prozent. Demgegenüber stieg die Zahl der Einzelunternehmer ohne Beschäftigte - sogenannten Solo-Selbstständige – von 1998 bis 2008 um 66.000 an und hat sich damit rund verdoppelt (+103,1%).

Laut Destatis dürfte die starke Zunahme der Solo-Selbstständigen auch auf die 2004 in Kraft getretene Änderung der Handwerksordnung zurückzuführen sein, durch die die Möglichkeiten zur Erbringung zulassungspflichtiger Tätigkeiten durch Gesellen erweitert (Einschränkung der "Meisterpflicht") und 53 Handwerke gänzlich zulassungsfrei wurden. Am stärksten stieg die Zahl der Einzelunternehmer in Hoch- und Ausbauberufen an, wo Destatis einen Zuwachs um 48.000 bzw. 136,0 Prozent verzeichnete.

Trotz des starken Anstiegs der Solo-Selbständigen in Hoch- und Ausbauberufen, zu denen unter anderem Mauerer, Zimmerer, Isolierer, Fliesenleger und Dachdecker zählen, entfiel auf diese mit einem Anteil von 41,7 Prozent größte Erwerbstätigengruppe unter den Bauberufen der höchste Beschäftigungsrückgang. So sank die Anzahl der Beschäftigten in Hoch- und Ausbauberufen seit 1998 um 277.000 bzw. 27,7 Prozent auf 725.000 Personen im Jahr 2008.

Geographisch am stärksten betroffen waren die neuen Bundesländer und Berlin, wo die Beschäftigung am Bau seit 1998 mehr als doppelt so stark zurückging wie im Westen. So lag die Anzahl der in Bauberufen tätigen Personen im Osten 2008 um 35,3 Prozent unter der des Jahres 1998. In den alten Bundesländern fiel der Rückgang mit einem Minus von 14,7 Prozent demgegenüber verhältnismäßig moderat aus.

Auch was den Ausländeranteil bei den am Bau erwerbstätigen Personen angeht, zeigt sich beim Blick auf Ost und West ein großer Unterschied. Während im Westen der Anteil ausländischer Personen an den Erwerbstätigen im Bauberufen bei 13,6 Prozent und somit um 3,9 Prozentpunkte höher lag als bei den Erwerbstätigen im Westen insgesamt, liegt die Ausländerquote im Osten sehr viel niedriger: Hier lag der Ausländeranteil in beiden Fällen 2008 bei 4,0 Prozent.
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