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News, 17.12.2012
Arbeit teurer
Arbeitskosten in Deutschland deutlich gestiegen
Hohe Tarifabschlüsse haben im dritten Quartal die Arbeitskosten in Deutschland nach oben getrieben. Im zweiten Quartal erhöhten sich die deutschen Arbeitskosten sogar stärker als im Durchschnitt der EU.
Vor allem in der Industrie erhöhten sich die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorjahr kräftig.
Vor allem in der Industrie erhöhten sich die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorjahr kräftig.

Deutschlands Unternehmen mussten im dritten Quartal im Durchschnitt deutlich höherer Arbeitskosten schultern als im entsprechenden Vorjahresquartal. Nach einem Bericht des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich die Arbeitsstunde in Deutschland im dritten Quartal auf Jahressicht kalenderbereinigt um 3,3 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal erhöhten sich die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent. Dabei erhöhten sich die Bruttoverdienste auf Quartalssicht im Schnitt um 0,4 Prozent und die Lohnnebenkosten um 1,8 Prozent. „Der im Vergleich zu den Bruttoverdiensten stärkere Anstieg der Lohnnebenkosten im Vorquartalsvergleich ist durch eine höhere Anzahl von Krankheitstagen begründet, die zu höheren Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall führten“, so das Statistikamt.

Am stärksten stiegen die Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe, wo sich die Arbeitsstunde im Durchschnitt aller Branchen binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent verteuerte. Besonders kräftig legten die Arbeitskosten im Bergbau zu. Hier mussten Arbeitgeber im dritten Quartal je geleistete Arbeitsstunde durchschnittlich 9,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich die Arbeitskosten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 4,8 Prozent, in der Energieversorgung um 3,9 Prozent, in der Wasserversorgung um 4,5 Prozent und im Baugewerbe um 3,8 Prozent. Verantwortlich für die deutlichen Arbeitskostenanstiege in den Branchen des Verarbeitendes Gewerbes waren dem Statistikamt nach hohe Tarifabschlüsse sowie ein Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden (weniger bezahlter Überstunden oder Rückgang der regelmäßigen Arbeitszeit).

Anstieg der Arbeitskosten im 2. Quartal in Deutschland über EU-Durchschnitt

Erstmals legte das Statistikamt mit den Veränderungsraten der Arbeitskosten im zweiten Quartal in der Europäischen (EU) nicht nur die Ergebnisse zur Arbeitskostenentwicklung in der Privatwirtschaft, sondern auch für den gesamten Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich die Arbeitsstunde im zweiten Quartal im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland auf Jahressicht um durchschnittlich 2,7 Prozent. In der gesamten EU erhöhten sich die Arbeitskosten im Zeitraum April bis Juni dagegen im Vergleich im Vorjahreszeitraum nur um 1,8 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten wiesen von den 27 EU-Mitgliedsstaaten Rumänien (+7,1%), Finnland (+4,9%), Lettland und Bulgarien (+ jeweils +4,8%) auf. In den Niederlanden und in Spanien lagen die Arbeitskosten im zweiten Quartal dagegen lediglich 0,5 Prozent über dem Vorjahresstand, in Irland waren es sogar nur 0,4 Prozent. In Portugal verringerten sich die Arbeitskosten sogar auf Jahressicht um 4,0 Prozent. „Daten für Griechenland und die Tschechische Republik lagen nicht vor“, so das Statistikamt.

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