VOLLTEXTSUCHE
News, 24.09.2021
Gesundheitswesen
Deutlicher Rückgang der stationären Krankenhausbehandlungen
Im Jahr 2020 wurden in Deutschland in Kliniken und Krankenhäusern in deutlich weniger Menschen stationär behandelt als im Jahr davon. Gründe hierfür dürften neben der Verschiebung von Operationen auch die Sorge mancher Kranker vor einer Infektion mit dem COVID-19-Virus oder den Rahmenbedingungen infolge der Corona-Pandemie in Krankenhäusern sein.
Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Manahmen und Folgen im Gesundheitssystem haben im Jahr 2020 zu einem deutlichen Rckgang der Zahl von stationren Krankenhausbehandlungen gefhrt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden im vergangenen Jahr in Deutschland in den allgemeinen Krankenhusern rund 16,4 Millionen Menschen behandelt. Dem Statistikamt nach waren das fast 2,5 Millionen respektive rund 13 Prozent Behandlungsflle weniger als im Jahr 2019. Besonders stark war der Rckgang in der ersten Corona-Welle im April 2020, wo die Zahl der stationren Behandlungen das Vorjahresniveau um mehr als ein Drittel (- 35%) unterschritt. Die Zahl der Operationen verringerte sich mit 6,4 Millionen Fllen im Jahr 2020 gegenber dem Vorjahr um 9,7 Prozent. Von den insgesamt 16,4 Millionen in Krankenhusern behandelten Menschen wiesen 176.100 eine Covid-19-Infektion auf. Das entspricht einem Anteil von rund 1,1 Prozent. Ein Drittel (33 %) davon waren ber 80-Jhrige, ein weiteres gutes Drittel (36 %) war 60 bis 80 Jahre alt.

Viele Behandlungen ausgesetzt

Die Zahl stationrer Krankenhausbehandlungen war im Jahr 2020 in fast allen Bereichen rcklufig. Besonders deutlich sanken die Zahlen in medizinischen Fachgebieten, in denen nicht dringend erforderliche Behandlungen ausgesetzt werden konnten, um Klinikkapazitten freizuhalten. Am strksten waren die Rckgnge in der Rheumatologie (-21,5 %), der Hals-, Nasen-Ohren-Heilkunde (-21,2 %) und der Pdiatrie (-20,5 %). Steigende Fallzahlen wiesen lediglich die Fachabteilungen Kardiologie (+3,0 %), Gastroenterologie (+2,6 %) und Geburtshilfe (+0,7 %) auf.

Zwei Drittel der Krankenhauspatienten mit COVID-19-Infektion ber 60 Jahre


Von den insgesamt 176.100 oder 1,1 Prozent der Krankenhauspatienten, die mit oder wegen einer COVID-19-Infektion behandelt wurden, waren 36 Prozent zwischen 60 und 80 Jahre alt, und weitere 33 Prozent lter als 80 Jahre. Nur ein Drittel der stationr Behandelten Menschen COVID-19- Diagnose war jnger als 60 Jahre.Patientinnen und Patienten, die ber den Jahreswechsel im Krankenhaus waren, flieen in die Statistik fr das Jahr 2021 ein.

cs/Destatis; Bild: Mirko Sajkov auf Pixabay
ZUM AUTOR
ber Perspektive Mittelstand
Perspektive Mittelstand

+
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG