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News, 22.09.2021
Politik-PR im Internet
Wenig Interesse für Social Media-Accounts deutscher Politiker
Obwohl sich ein Großteil der Deutschen online auch in Social Media-Kanälen über politische Themen informieren, spielen die Politiker-Präsenzen in Facebook, Twitter, Instagram & Co. bei der politischen Meinungsbildung nur eine untergeordnete Rolle, zeigt eine Bitkom-Umfrage.
Meist nicht authentisch, von PR-Experten betrieben - so bewerten die meisten Deutschen die Social Media-Präsenzen von Politikerinnen und Politikern
Meist nicht authentisch, von PR-Experten betrieben - so bewerten die meisten Deutschen die Social Media-Präsenzen von Politikerinnen und Politikern
Whrend Stars im Musik- und Filmumfeld wie Lady Gaga und Kim Kardashian  sich hunderter Millionen Abonnenten ihrer Posts erfreuen knnen, und selbst manch Influencer-Star- und Sternchen aus Deutschland immerhin noch hunderttausende Abonnenten ihrer Social Media-Accounts aufweisen, knnen die meisten Politiker in Deutschland von solch einer Fan-Gemeinde nur trumen. Wie der Digitalverband Bitkom in einer aktuellen reprsentativen Umfrage ermittelt hat, informieren sich zwar rund ein Drittel aller Deutschen (31 %) in sozialen Netzwerken ber politische Themen, die Mglichkeit zum gezielten Austausch oder ein Abonnement von Mitteilungen in Social Media-Prsenzen von Politikern in Deutschland nutzen bislang jedoch gerade einmal 15 Prozent.

Hufigster genannter Grund fr das fehlende Interesse an Social Media-Prsenzen von Politiker ist eine fehlende Authentizitt der dort verffentlichten Mitteilungen, demnach 76 Prozent das Gefhl haben, dass deren Seiten auf Facebook, Twitter & Co. von PR-Profis betreut wrden. Noch mehr zu bedenken geben sollte aber, dass immerhin zwei von drei Befragten (65 %) die Meinung vertraten, dass Politikerinnen und Politiker „sowieso nur lgen“ wrden. Und jeder zweite Befragte interessiert sich schlichtweg nicht fr entsprechende Social Media-Posts. Ein wesentlicher Grund fr dieses Desinteresse drfte sein, dass mehr als die Hlfte der Befragten (53 %) politische Debatten politische Debatten in sozialen Netzwerken zunehmend als anstrengend empfinden. Zudem erklrte fast ein Drittel 829 %), dass die Politiker-Einzelmeinungen nicht so wichtig seien und letztlich die Linie der Partei entscheiden sei. Aber auch Partei-Accounts in Social Media betreffend ist das Interesse jedoch nur gering: Von hier bezieht bislang nur jede Zehnte (10%) Posts.

„Gerade jngere Menschen lassen sich ber soziale Netzwerke oder Messenger besser erreichen als ber die klassische Wahlkreissprechstunde. Dabei erwarten sie eine offene, ehrliche und direkte Kommunikation, nicht nur die Weitergabe von durch Agenturen vorbereiteten Sprechblasen“, so Bitkom-Hauptgeschftsfhrer Dr. Bernhard Rohleder. In diesem Kontext zeigt die Erhebung, dass sich die Mhen gut gepflegter und authentischer Accounts lohnen. So sagten von jenen Befragten, die bereits Social Media-Prsenzen von Politikern folgen, dass sie dadurch deren Beweggrnde besser verstehen knnten. Zwei Drittel (67 %) nutzen diese auch, um Kritik zu ben, und fast jeder Zweite (44 %), um sich auszutauschen. Rund die Hlfte der Befragten hat durch diese Vernetzung das Gefhl besser informiert (54 %) oder „nher dran“ zu sein (48 %). Jeder Vierte (25%) findet es einfach unterhaltsam, und 16 Prozent hoffen, auf diesem Weg Einblicke ins Privatleben der Politikerinnen und Politiker zu bekommen.

cs/Bitkom
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