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News, 20.08.2012
ifo Weltwirtschaftsklima
Weltwirtschaft im Rückwärtsgang
Die Weltkonjunktur hat sich im dritten Quartal laut aktuellem ifo Weltwirtschaftsklimaindex deutlich abgeschwächt. Auch was die Perspektiven für die Weltwirtschaft angeht zeigen die Bewertungen der Konjunkturexperten insgesamt nach unten.
Chinas Wirtschaftswachstum gerät in Stocken: Im Juli stiegen die Exporte des Exportweltmeisters binnen Jahresfrist gerade mal um ein Prozent.
Chinas Wirtschaftswachstum gerät in Stocken: Im Juli stiegen die Exporte des Exportweltmeisters binnen Jahresfrist gerade mal um ein Prozent.

Das Weltwirtschaftsklima hat sich deutlich eingetrübt. Wie das ifo Institut in München bekannt gab, ist der hierzu ermittelte Indikator, der die Lageurteile und Konjunkturprognosen von weltweit mehr als 1.000 Konjunkturexperten widerspiegelt, im dritten Quartal um 9,9 auf 85,1 Punkte gefallen. In den ersten zwei Quartalen hatte der im Rahmen des ifo World Economic Surcey (WES) erhobene Indikator nach dem Einbruch Ende letzten Jahres (Q4/2011: -19,0 auf 78,7 Punkte) wieder deutlich zugelegt. Grund für die Verschlechterung sind einerseits erheblich schlechtere Bewertungen zur aktuellen Lage, die mit einem Teilindikatorwert von 78,5 Punkten insgesamt so negativ beurteilt wird wie seit dem ersten Vierteljahr 2010 nicht mehr.  Zum anderen sind die Konjunkturexperten hinsichtlich der Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten wieder deutlich pessimistischer als im vorangegangenen Quartal (- 10,6 auf 91,2 Punkte). „Die Ergebnisse bedeuten einen Rückschlag für die Erholung der Weltkonjunktur“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Den stärksten Rückgang wies das Weltwirtschaftsbarometer in Nordamerika aus, wo der ifo-Indikator gegenüber dem Vorquartal um 14,2 auf 81,2 Punkte nachgab. Dem ifo Institut zufolge schraubten hier die WES-Experten ihre Konjunkturprognosen stark zurück. Auch die aktuelle Lage bewerteten die Konjunkturexperten schlechter als im Vorquartal. In Westeuropa trübte sich das Wirtschaftsklima ebenfalls infolge erheblich gesunkener Erwartungen sowie verschlechterten Bewertungen zur aktuellen Lage deutlich ein (-10 auf 89,3 Punkte). Auch in Asien gab der ifo-Indikator nach (-7,1 auf 83,3 Punkte). Hier waren es dem ifo-Institut zufolge allerdings in erster Linie deutlich schlechtere Bewertungen zur aktuellen Lage, die für ein schlechteres Wirtschaftsklima sorgten. „Der wirtschaftliche Ausblick in Asien für das nächste halbe Jahr verbleibt trotz einer kleinen Abwärtsrevision im positiven Bereich“, so Sinn.

Die Lage an der Preisfront hat sich dagegen leicht entspannt, demnach die WES-Experten für das Jahr 2012 nun nurmehr von weltweiten Jahresteuerungsrate von 3,4 Prozent ausgehen (Prognose Vorquartal: 3,6%). Was die Zinsentwicklung angeht erwarten die Experten, dass die kurzfristigen Zinsen in den kommenden sechs Monaten im Durchschnitt sinken und die langfristigen Zinsen etwas steigen. Auch gehen die Experten davon aus, dass der US-Dollar im weltweiten Durchschnitt in den nächsten sechs Monaten an Wert gewinnen wird.

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