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News, 24.04.2013
Stimmungseintrübung
ifo-Index gibt unerwartet deutlich nach
Der Aufschwung in Deutschland gerät ins Stocken: Dem ifo-Institut zufolge hat sich die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen im April gegenüber März erheblich abgekühlt.
Auch im Dienstleistungsgewerbe trübte sich die Stimmung deutlich ein. Hier brach der ifo-Indikator um fast die Hälfte ein.
Auch im Dienstleistungsgewerbe trübte sich die Stimmung deutlich ein. Hier brach der ifo-Indikator um fast die Hälfte ein.

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland hat im April einen herben Dämpfer erlitten. Wie das ifo Institut in München heute mitteilte, ist der ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, das monatlich die Geschäftslage und Erwartungen deutscher Unternehmen ermittelt, im April überraschend deutlich um 2,3 Zähler auf 104,4 Punkte gefallen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nach der leichten Verschlechterung im März (-0,7 Punkte) lediglich einen Rückgang des Indikators auf 106,2 Punkte erwartet. Zwar fallen die Bewertungen der insgesamt rund 7.000 befragten Unternehmen mit einem aktuellen Stand von 107,2 Punkten noch immer überwiegend gut aus, jedoch deutlich schlechter als im März (109,9 Punkte). Auch schwächte sich der Optimismus hinsichtlich der weiteren Geschäftsaussichten den zweiten Monat in Folge spürbar ab (-2,0 auf 101,6 Punkte). „Die deutsche Konjunktur legt eine Verschnaufpause ein“, kommentierte Kai Carstensen, Bereichsleiter Konjunktur und Befragungen bei ifo Institut, die aktuelle Lage.

Der ifo-Erhebung nach zog sich die Stimmungseintrübung quer durch alle Branchen. So gab der  ifo-Indikator beispielsweise im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber März um 5,2 auf 3,4 Punkte nach.  Grund für den Rückgang sind schlechtere Bewertungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten. „Die Kapazitätsauslastung ist minimal gesunken“, so Carstensen. Hoffnung macht hier allerdings, dass die Exportaussichten nach dem Rückgang im vergangenen Monat wieder besser bewertet werden als im März.

Kräftig nach unten ging es mit dem ifo-Index auch im Großhandel, wo sich die starke Abwärtsbewegung vom Vormonat im April mit einem weiteren Rückgang des Indikators um 5,1 Zähler auf -5,2 Punkte fortsetzte (März: -0,1 Punkte). Auch hier belasteten sowohl verschlechterte Lageurteile und deutlich pessimistischere Geschäftserwartungen die Stimmung. Im Einzelhandel trübte sich die Stimmung dagegen nur leicht auf -1,1 Punkte ein (März: 0,0 Punkte).  Hier drückten rückläufige Geschäftserwartungen trotz verbesserter aktueller Geschäftslage den Konjunkturindikator nach unten.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich die Stimmung ebenfalls. Hier gab der ifo-Indikator, nachdem er im Vormonat auf ein historisches Hoch gestiegen war, um 4,4 Punkte auf 2,8 Punkte nach. Auch von den Baubetrieben wird aktuelle Lage weniger positiv bewertet als noch im vergangenen Monat. Gleiches gilt für die Geschäftsaussichten, die ebenfalls zurückhaltender bewerten werden als im März.

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