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News, 20.04.2012
ifo-Index im April erneut gestiegen
Deutsche Wirtschaft steuert weiter auf Erholungskurs
Deutschlands Unternehmer sehen weiterhin der Zukunft positiv entgegen. Wie das ifo-Institut berichtet, hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April trotz der verschärften Lage an der Euro-Schuldenfront den sechsten Monat in Folge aufgehellt.
Am stärksten verbesserte sich das ifo-Klima in der deutschen Industrie. Hier stieg der ifo-Index auf den höchsten Stand seit einem Dreivierteljahr.
Am stärksten verbesserte sich das ifo-Klima in der deutschen Industrie. Hier stieg der ifo-Index auf den höchsten Stand seit einem Dreivierteljahr.

Während die Eurozone insgesamt in eine Rezession zu rutschen droht, beweist die deutsche Wirtschaft weiter Stehvermögen. Entgegen den Erwartungen von Ökonomen legte der ifo-Geschäftsklimaindex, der monatlich die Lageurteile und Geschäftsprognosen deutscher Unternehmen erfasst, im April erneut um 0,1 auf 109,9 Punkte zu. Von Reuters im Vorfeld befragte Volkswirte hatten eigentlich einen Rückgang um 0,3 Prozentpunkte erwartet. Wie das ifo-Institut am Freitag bekannt gab, bewerteten die deutschen Unternehmen ihre aktuelle Lage insgesamt auf hohem Niveau sogar noch etwas besser als im März (plus 0,1 auf 117,5 Punkte). Auch die Prognosen zur Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten geben Grund zur Zuversicht: Sie blieben gegenüber März mit einem aktuellen Indikatorstand von 102,7 Punkten unverändert gut. „Die deutsche Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Lageeinschätzungen der insgesamt rund 7.000 befragten Unternehmen.

Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe hellte sich die Stimmung deutlich auf. Hier stieg der ifo-Index im April gegenüber März um 1,4 Zähler auf 15,4 Punkte. Das ist der höchste Stand seit August 2011 (ebenfalls 15,4 Punkte). So bewerten die deutschen Industriebetriebe sowohl die aktuelle Lage als auch die weiteren Geschäftsaussichten wieder deutlich positiver als im März. Sinn zufolge lasteten die Firmen ihre Kapazitäten wieder stärker aus. Auch plant das Gros der Industriebetriebe die Belegschaft weiter aufzustocken, wenn auch in gemäßigterem Tempo als im März.

Im Handel weist der ifo-Index eine unterschiedliche Entwicklung aus. Während der ifo-Indikator im Einzelhandel um 0,1 auf 10,8 Punkte anzog und damit den höchsten Stand seit Juli 2011 erreichte, notierte er im Großhandel mit 12,7 Punkten geringfügig unter dem Niveau von März. Zwar stuft der Einzelhandel gegenwärtig die wirtschaftliche Lage nicht ganz so positiv ein wie im letzten Monat. Allerdings zogen die Prognosen zur Geschäftsentwicklung im nächsten Halbjahr den dritten Monat in Folge an. Im Großhandel zeigt der ifo-Index eine gegenteilige Entwicklung: Hier bewerten die Betriebe ihre Lage etwas besser, dafür aber die Geschäftsaussichten nicht mehr ganz so optimistisch wie im März.

Deutlich abgesackt dagegen ist der ifo-Index im Bauhauptgewerbe, wo sich das ifo-Geschäftsklima um 6,0 auf -3,8 Punkte verschlechterte. Grund für den Stimmungseinbruch sind deutlich verschlechterte Lagebewertungen und überwiegend pessimistische Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung.

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