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News, 20.01.2014
Zuwanderer-Studie
Zuwanderung für Deutschland ein Gewinn
Die in Deutschland aufgeflammte öffentliche Debatte um die Gefahr einer verstärkten Zuwanderung in die Sozialsysteme geht an der Realität vorbei, zeigt eine aktuelle Studie. Denn viele Zuwanderer sind hochqualifiziert und tragen damit dazu bei, den Fachkräftemangel in Deutschland zu lindern.
Auch in den sog. MINT-Bereichen liegt der Anteil der Zuwanderer mit einem Hochschulabschluss höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.
Auch in den sog. MINT-Bereichen liegt der Anteil der Zuwanderer mit einem Hochschulabschluss höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.

Die Diskussion in Deutschland über Migration aus Südosteuropa wurde in den vergangenen Wochen zum Teil recht unsachlich geführt. Häufig waren Begriffe wie Armutszuwanderung zu hören. Dabei sprechen die Fakten eine andere Sprache. Berechnungen des IW Köln zeigen, dass sich auch die Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien unter dem Strich auszahlt. So besitzen knapp 25 Prozent der erwachsenen Zuwanderer aus diesen Ländern einen akademischen Abschluss; unter den Zuwanderern insgesamt sind es 29 Prozent, innerhalb der Gesamtbevölkerung hierzulande aber nur 19 Prozent.

Besonders positiv für die Innovationskraft der Bundesrepublik wirkt sich aus, dass rund 10 Prozent aller erwachsenen Zuwanderer über einen Hochschulabschluss in einem MINT-Fach verfügen. Sie sind also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik qualifiziert. Unter den Rumänen und Bulgaren liegt dieser Anteil bei gut 8 Prozent, während es in der Gesamtbevölkerung nur 6 Prozent sind. Die IW-Untersuchung belegt, dass Zuwanderung die negativen Effekte des demografischen Wandels abmildert. Durch die neu hinzugekommenen Arbeitskräfte steigt die Wirtschaftskraft Deutschlands, was sich wiederum positiv auf die öffentlichen Haushalte und die Kommunen auswirkt. Allerdings weisen die IW-Forscher darauf hin, dass Deut schland im Wettbewerb um ausländische Fachkräfte noch Nachholbedarf hat. Es gelte, eine Willkommenskultur zu etablieren. Ferner müssten Zuwanderer bereits in ihren Heimatländern mit Informations- und Qualifikationsangeboten unterstützt werden.

Demografie-Tool

Das IW Köln hat die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in einem interaktiven Demografie-Tool illustriert. Der Nutzer kann an einigen Stellschrauben wie der Zahl der Zuwanderer drehen und damit virtuell die Zukunft des Landes gestalten.

Die IW-Studie "12 gute Gründe für Zuwanderung" steht kostenlos als Download zur Verfügung.

Quelle: IW Köln

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