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Pressemitteilung

Wirtschaftslage Handwerk, Frühjahr 2010

Es geht wieder (ein wenig) aufwärts im deutschen Handwerk. Zum Ende des Winters äußert sich dieser mittelständische Wirtschaftszweig positiv zur aktuellen Lage und zu den Aussichten.
(PM) München, 04.03.2010 - Wirtschaftslage stabilisiert sich – optimistische Erwartungen

Die Einschätzung der Handwerksbetriebe zur Geschäftslage sowie die Umsatz- und Beschäftigtenentwicklung zeigen eine leicht verbesserte Handwerkskonjunktur – die Erwartungen haben sich sogar deutlich aufgehellt. Das ergab die von Creditreform im Februar 2010 durchgeführte Umfrage unter 3.000 deutschen Handwerksbetrieben.

Gut jeder dritte befragte Handwerker (35,4 Prozent) bewertet seine Geschäftslage nunmehr positiv. Im Jahr 2009 waren es nur 31,6 Prozent. Der Anteil der Betriebe, die schlechte Noten verteilen, ist um 4,5 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent zurückgegangen.

Innerhalb des vergangenen Jahres ist bei jedem fünften Unternehmen der Umsatz gestiegen (21,2 Prozent). Im Vorjahr war dies bei 20,6 Prozent der Betriebe der Fall. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Betriebe mit Umsatzrückgängen um 2,8 Prozentpunkte verringert (2010: 30,7 Prozent; 2009: 33,5 Prozent).
Per Saldo haben die Handwerksbetriebe ihre Beschäftigung leicht abgebaut. Wie im Vorjahr hat knapp jeder fünfte Betrieb (18,7 Prozent) im Jahresverlauf 2009 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. Von Entlassungen berichten diesmal 21,1 Prozent der Handwerker (2009: 22,7 Prozent). Die Zahl der Betriebe, die ihren Personalbestand unverändert ließen, erhöht sich auf fast 60 Prozent.

Jeder Fünfte rechnet mit Umsatzsteigerungen

Im Frühjahr 2010 rechnen 21,6 Prozent der Handwerker mit zunehmenden Umsätzen. Im Vergleich zum Vorjahr (14,5 Prozent) entspricht das einer Verbesserung um 7,1 Zähler. Von abnehmenden Umsätzen gehen 21,9 Prozent der befragten Betriebe aus. Im Vorjahr betrug dieser Wert noch hohe 37,4 Prozent. Auch rechnen wieder mehr Betriebe mit zunehmenden Erträgen (19,1 Prozent; 2009: 13,1 Prozent). Ertragsrückgänge erwartet nur noch jeder vierte Handwerker (25,8 Prozent). Im Vorjahr waren es mit 43,2 Prozent noch 17,4 Zähler mehr.

Die wichtigste Nachricht im Bereich Personalplanung: Drei Viertel der befragten Handwerksbetriebe (72,8 Prozent; 2009: 69,1 Prozent) möchten ihren Personalbestand in diesem Jahr unverändert lassen. 11,6 Prozent der Betriebe planen, mehr Mitarbeiter einzustellen und 15 Prozent werden in diesem Jahr Entlassungen vornehmen müssen. Die Investitionsbereitschaft im Handwerk hat sich von 48,2 Prozent auf 50,3 Prozent leicht erhöht.

Die Zahl der Insolvenzen im deutschen Handwerk ist von 6.350 im Jahr 2008 auf 6.470 (2009) leicht gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 1,9 Prozent. Die dünne Eigenkapitaldecke im Handwerk trägt nicht zur Entspannung der Lage bei. Über eine solide Eigenkapitalquote von 30 Prozent und mehr (im Verhältnis zur Bilanzsumme) verfügen nur noch 16,5 Prozent der Handwerksbetriebe (2009: 18,5 Prozent).

Forderungsmanagement in Zeiten der Krise

Um die Bonität ihrer Kunden zu beurteilen, greifen 79,1 Prozent der Handwerksbetriebe auf Wirtschaftsauskünfte zurück. Bei Bestandskunden ziehen 69,7 Prozent der Handwerksbetriebe das bisherige Zahlungsverhalten zu Rate. Auch die Informationen anderer Geschäftspartner fließen zu 41 Prozent in das Krediturteil ein (Mehrfachnennungen waren möglich). Die Vergabe eines Kreditlimits sowie die regelmäßige Überwachung der Zahlungseingänge sind wesentliche Bausteine im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements. Allerdings setzen nur 45,4 Prozent der Befragten auf dieses wichtige Kontrollinstrument.

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