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Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2016/17: Start ins Jahr 2017 gut gelungen

(PM) Neuss, 09.03.2017 - Das Handwerk bleibt auf Wachstumskurs. Erneut bewertete eine deutliche Mehrheit der befragten Handwerksbetriebe (68,4 Prozent) die aktuelle Geschäftslage mit „sehr gut“ bzw. „gut“ (Vorjahr: 66,0 Prozent). Das Fundament der guten Handwerkskonjunktur bildeten weiterhin die baunahen Gewerke.

Positiv entwickelten sich die Umsätze: Jeder dritte Befragte (33,5 Prozent) erzielte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus (Vorjahr: 29,6 Prozent). 10,7 Prozent der Betriebe verzeichneten Rückgänge (Vorjahr: 12,7 Prozent). Handwerkerleistungen sind teurer geworden. Infolge der guten Auftragslage haben die Betriebe (43,2 Prozent der Befragten) Preiserhöhungen vorgenommen. Das Handwerk hatte erneut einen hohen Personalbedarf. 27,8 Prozent der Befragten meldeten einen höheren Personalbestand als vor Jahresfrist (Vorjahr: 23,7 Prozent). Nur jeder Neunte (11,0 Prozent) hat Stellen abgebaut (Vorjahr: 13,2 Prozent).

Ausblick: Weiter optimistisch

Ungeachtet potenzieller Wachstumsbremsen, wie beispielsweise dem Brexit oder den Unwägbarkeiten amerikanischer Wirtschaftspolitik, blickt das Handwerk weiter optimistisch in die Zukunft. 36,4 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen (Vorjahr: 32,4 Prozent). Lediglich 6,2 Prozent kalkulieren mit einem Umsatzminus (Vorjahr: 8,8 Prozent). Zuversicht zeigt sich auch in den Personalplanungen: 22,5 Prozent der Befragten planen eine Aufstockung (Vorjahr: 20,5 Prozent) und nur wenige Betriebe (3,9 Prozent) wollen Stellen streichen (Vorjahr: 4,6 Prozent). Nahezu konstant blieb die Investitionsbereitschaft – 57,8 Prozent der Befragten wollen investieren (Vorjahr: 58,8 Prozent).

Weniger Insolvenzen im Handwerk

Das Handwerk nutzt die günstigen Finanzierungsbedingungen und setzte stärker als im Vorjahr Fremdkapital zur Finanzierung ein. Infolgedessen sanken die Eigenkapitalquoten. Nunmehr weisen wieder mehr Betriebe (32,4 Prozent) eine zu niedrige Eigenkapitalquote von unter 10 Prozent auf (Vorjahr: 31,3 Prozent). Im Jahr 2016 wurden 4.560 Handwerksinsolvenzen gezählt. Das waren 6,4 Prozent bzw. 310 Fälle weniger als im Jahr zuvor (4.870). Gegenüber dem Wert von 2008 verringerte sich die Zahl der Handwerksinsolvenzen deutlich um 30,7 Prozent und damit stärker als im gesamtwirtschaftlichen Trend (minus 26,6 Prozent).

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