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News, 09.08.2018
Weltkonjunktur gerät ins Stocken
Aussichten für Weltkonjunktur verdüstern sich
Das Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal weiter verschlechtert. Die Konjunkturerwartungen der Ökonomen in den einzelnen Wirtschaftsregionen sind insgesamt so pessimistisch wie seit 2011 nicht mehr.
Auch in Asien trübte sich das Wirtschaftsklima deutlich ein (Bild: Hafen von Hongkong)
Auch in Asien trübte sich das Wirtschaftsklima deutlich ein (Bild: Hafen von Hongkong)

Die Weltkonjunktur gerät ins Stocken. Wie aus dem vom Münchener ifo Institut vierteljährlich in 120 Ländern weltweit erhobenen World Economic Survey (WES) hervorgeht, hat sich das Weltwirtschaftsklima im dritten Quartal weiter verschlechtert. Mit einem Absturz von 16,5 auf 2,9 Punkte notiert der Gesamtindikator der weltweiten ifo Konjunkturerhebung aktuell so niedrig wie seit dem vierten Quartal 2016 (- 0,7 Punkte) nicht mehr. Grund für den Einbruch des weltweiten Konjunkturindikators sind vor allem stark verschlechterte Prognosen der befragten Ökonomen zur weiteren Konjunkturentwicklung. Hier stürzte der Teilindikator gegenüber dem zweiten Quartal um 16,7 Zähler auf – 10,6 Punkte ab. So pessimistische Konjunkturerwartungen ermittelte das ifo Institut letztmals im vierten Quartal 2011 (- 13,9 Punkte). Stützend auf das weltweite Wirtschaftsklima wirkt die insgesamt noch immer gute aktuelle Wirtschaftslage. Hier gab der Teilindikator zwar ebenfalls das zweite Quartal in Folge nach, liegt mit 17,5 Punkten aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. „Die Weltkonjunktur fährt nur noch mit angezogener Handbremse“, so ifo-Präsident Clemens Fuest.

Deutliche Eintrübung des Wirtschaftsklimas in Europa und Asien

Wie aus der WES-Umfrage hervorgeht, hat sich das Wirtschaftsklima im dritten Quartal in nahezu allen Weltregionen verschlechtert. Dies gilt vor allem für die Europäischen Union (EU), die Schwellen- und Entwicklungsländer Asiens inklusive China, die Schwellen- und Entwicklungsländer insgesamt sowie Lateinamerika. Hier fielen sowohl die Lagebewertungen als auch die Konjunkturerwartungen deutlich schlechter aus als im Vorquartal. In den USA wurde die aktuelle Wirtschaftslage im dritten Quartal zwar besser bewertet als im Frühjahr, jedoch kühlten sich auch hier die Konjunkturprognosen ab. Lediglich in den GUS-Staaten sowie im Nahen Osten und in Nordafrika hellte sich das Wirtschaftsklima auf. Hier zogen sowohl die Lageurteile als auch die Konjunkturerwartungen an.

„Die Entwicklung des Welthandels ist gekennzeichnet durch den aktuellen Zollstreit, insbesondere für die USA und China geht inzwischen jeweils die Mehrheit der Experten von niedrigeren Exporten in den kommenden Monaten aus. Damit einhergehend sank auch die erwartete weltweite Investitionstätigkeit beträchtlich“, so Fuest. „Darüber hinaus rechnen die Befragten mit einer Stagnation des privaten Konsums.“

ifo/cs; Bild: Bernard Spragg. NZ; Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)

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