VOLLTEXTSUCHE
News, 21.07.2011
Weiter hoher Preisdruck
Erzeugerpreise wieder leicht gestiegen
Nach einer Stagnation im Mai haben die Erzeugerpreise im Juni wieder angezogen. Anders auf Jahressicht: Hier schwächte sich die Teuerung zum zweiten Mal in Folge ab.
Die Erzeugerpreise bleiben unter Druck.
Die Erzeugerpreise bleiben unter Druck.
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Preise für gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene im Juni gegenüber Mai um 0,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Industrieerzeugnisse im Juni um 5,6 Prozent. Ökonomen hatten eigentlich mit einem gegenüber dem Vormonat stabilen Preisniveau und einer Jahresteuerung von 5,5 Prozent gerechnet. Im Mai waren die Erzeugerpreise, nach einem kräftigen Anstieg im April um 1,0 Prozent (+6,4% auf Jahressicht), erstmals seit August 2010 auf Monatssicht nicht mehr gestiegen (-0,0%), allerdings noch 6,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Dem Statistikamt zufolge war gut die Hälfte der Jahresveränderungsrate auf die Preiserhöhungen bei Energie zurückzuführen, wo das Preisniveau trotz gegenüber Mai leicht rückläufiger Preise (-0,1%) immer noch 9,9 Prozent über dem des Vorjahresmonats lag. Allerdings hat sich der Preisauftrieb bei Energie auf Jahressicht erneut leicht abgeschwächt. Im Mai und April waren die Preise für Energie im Durchschnitt noch um 11,5 Prozent bzw. 11,8 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Am stärksten verteuerten sich auf Jahressicht im Juni Mineralölerzeugnisse, die im Schnitt eine Jahresteuerung von 15,4 Prozent aufwiesen, allerdings etwas günstiger waren als im Mai (-0,6%). Auch Erdgas war erheblich teurer als im Vorjahr. Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 14,5 Prozent und gegenüber Mai um 0,1 Prozent. Für Strom mussten Bezieher im Durchschnitt 5,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat (Haushalte: +5,7%; Sondervertragskunden: +9,7%) und 0,2 Prozent mehr als Mai.

Die Preise für Vorleistungsgüter - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden - stiegen im Juni gegenüber Mai um 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 5,7 Prozent. Den stärksten Einfluss auf den Index hatte hier die Preisentwicklung bei Metallen, die sich im Schnitt auf Jahressicht um 8,9 Prozent verteuerten (+0,1% gegenüber Mai). Die Preise für Walzstahl stiegen binnen Jahresfrist um 7,3 Prozent, fielen aber gegenüber Mai (-0,7%). Für chemische Grundstoffe mussten Bezieher im Juni auf Produzentenebene 8,0 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat (+0,5% gegenüber Mai) und für Kunststoffwaren 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Am stärksten zeigte einmal mehr die Preisentwicklung bei Getreidemehl nach oben, das sich auf Jahressicht um 54,1 Prozent verteuerte (-0,6% gegenüber Mai).

Verbrauchsgüter kosteten im Juni im Durchschnitt 3,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,3 Prozent mehr als im Monat zuvor. Im Mai war die Jahresteuerung von Verbrauchsgütern allerdings noch bei 4,3 Prozent gelegen.  Für Nahrungsmittel mussten Händler im Juni auf Erzeugerebene 6,3 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent mehr als im Mai. Auch hier hat sich der Preisauftrieb auf Jahressicht leicht abgeschwächt (Mai 2011: +7,0 Prozent gegenüber Mai 2010). Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im Juni 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, Investitionsgüter verteuerten sich auf Jahressicht um 1,3 Prozent.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG