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News, 18.01.2008
Vergütung
Nur jeder Dritte wird am Unternehmenserfolg beteiligt
Obwohl variable Vergütungssysteme Arbeitgebern optimale Möglichkeiten bieten, Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen, bilden einer aktuellen Arbeitnehmer-Umfrage zufolge Erfolgsbeteiligungen in Form von Sonderzahlungen nach wie vor die Ausnahme.­
Während sich die Positivmeldungen aus der deutschen Wirtschaft im Jahr 2007 förmlich überschlugen und viele Unternehmen über alle Branchen hinweg volle Auftragsbücher meldeten, hatten viele Menschen hierzulande das Gefühl: Vom Wirtschaftsaufschwung kommt bei mir nichts an. Kein Wunder, mag so mancher denken: Denn rund zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer werden nicht am Unternehmenserfolg beteiligt. Das geht aus einer jüngsten Umfrage der Online-Stellenbörse Monster.de hervor, an der sich 1.062 Arbeitnehmer beteiligt haben.

Fahren die Unternehmen kräftige Gewinne ein, wollen auch die Arbeitnehmer davon profitieren. Jährlich eine fixe Lohnerhöhung ist für einen Arbeitgeber jedoch nicht zu leisten. Und das aus gutem Grund: Anders als variable Vergütungskomponenten erhöhen Lohnerhöhungen die fixen Kosten eines Unternehmen und belasten dieses in der Zukunft, vollkommen losgelöst von dessen geschäftlicher Entwicklung. Erfolgsabhängige Sonderzahlungen hingegen wie beispielsweise Jahres-Boni erhalten die unternehmerische Flexibilität, wirken leistungsfördernd und für Mitarbeiter motivierend, weil sie zeitnah und vor allem direkt von dem (Mehr-)Erfolg des Unternehmens profitieren.

Trotz der vielfältigen Vorteile jedoch, die variable Vergütungssysteme mit erfolgsabhängigen Entgeltkomponenten bieten, bleiben diese in den meisten Unternehmen nach wie vor noch auf das Management und damit eine Minderheit beschränkt. So stellt sich den Ergebnissen der Monster-Umfrage zufolge die derzeitige Vergütungspraxis aus Arbeitnehmersicht im Einzelnen wie folgt dar: Demnach erhalten nur

  • 20% ein 13. Monatsgehalt
  • 19% einen (erfolgsabhängigen) Bonus und
  • 12% ein 13. Monatsgehalt plus (erfolgsabhängigen) Bonus.

Rund jeder Zweite (49%) gibt hingegen an, keinerlei Sonderzahlung zu erhalten. Insgesamt wird derzeit somit nur rund jeder Dritte (31%) am Geschäftserfolg beteiligt. „Trotz des positiven Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr sind viele Unternehmen beim Thema Sonderzahlung noch zurückhaltend“, beschreibt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide, die aktuelle Lage. Sollte sich die deutsche Wirtschaft jedoch weiterhin so gut entwickeln, könnten Bertoli zufolge am Ende dieses Jahres möglicherweise mehr Angestellte am Gewinn ihrer Firmen beteiligt werden, was seiner Meinung nach auch durchaus Sinn macht: „Schließlich ist das für die Arbeitgeber auch eine Investition in die Zukunft, denn so etwas motiviert die Mitarbeiter für die weitere Arbeit.“

Quelle: Monster.de

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