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News, 04.07.2012
Verbrauchertrends-Studie
Verbraucher setzen verstärkt auf Handelsmarken, Preis bleibt wichtig
Deutsche Verbraucher greifen immer häufiger zu Handelsmarken. Zudem gewinnen Nachhaltigkeitsaspekte bei der Kaufentscheidung weiter an Bedeutung. Dennoch bleibt der Preis laut einer aktuellen Nielsen-Studie ein kaufentscheidendes Kriterium.
Vor allem bei Produkten für die Körperpflege greifen deutsche Verbraucher immer häufiger zu Handelsmarken.
Vor allem bei Produkten für die Körperpflege greifen deutsche Verbraucher immer häufiger zu Handelsmarken.
Handelsmarken erfreuen sich bei deutschen Konsumenten immer größerer Beliebtheit – gleich ob beim Großeinkauf im Lebensmitteleinzelhandel oder beim Besuch im Drogeriemarkt. Das zeigt die aktuelle Studie „ShopperTrends 2012“, in der das Informations- und Medienunternehmen Nielsen regelmäßig in mehr als 50 Ländern weltweit das Konsumverhalten von Verbrauchern analysiert. So erklärten 24 Prozent der in Deutschland befragten Verbraucher, in den vergangenen zwölf Monaten mehr Eigenmarken gekauft zu haben als im Jahr zuvor. Am höchsten in der Gunst der Konsumenten stehen Eigenmarken der Befragung nach bei Körperpflegemitteln, Haushaltsprodukten und bei Papierhygieneartikeln.

Daneben zeigt die Studie, dass der Preis zwar weiterhin ein kaufentscheidendes Kriterium darstellt, beim Einkauf allerdings im Vorfeld andere Faktoren häufig eine wichtigere Rolle spielen. „Fragt man den Verbraucher direkt, dann ist zunächst immer der Preis der ausschlaggebende Faktor“, erläutert Michelle Vedder, Handelsexpertin bei Nielsen. Bei der Frage nach den präferierten Einkaufsstätten und den Gründen hierfür stehen jedoch andere Aspekte in der Prioritätenliste ganz oben. Meist genannter Einflussfaktor ist hier, dass der Händler eine „angenehme Einkaufsatmosphäre“ bietet, gefolgt von „hochwertigen, frischen Produkten“ sowie dem Umstand, dass „alle Produkte in einem Geschäft erhältlich“ sind. Auch auf die Auswahl an „nachhaltigen, gesunden und biologisch angebauten Produkten“ legen viele Konsumenten großen Wert.

Dennoch zeigt die Studie, dass der Preis beim Einkauf ungeachtet anderer Faktoren weiterhin ein wesentlicher Einflussfaktor dafür ist, was im Einkaufswagen landet und was nicht. So ergab die Untersuchung unter anderem, dass mehr als acht von zehn befragten Verbrauchern in Deutschland (84%) reduzierte Preise sonstigen Promotion-Formen vorzuziehen. Des Weiteren erklärten 44 Prozent der Konsumenten, die Preise von Produkten, die sie regelmäßig kaufen, mehrheitlich zu kennen und bei diesen daher immer zu bemerken, wenn der Preis sich ändert.  „Die Preisorientierung der Verbraucher scheint auf den ersten Blick auch nicht ohne weiteres überwindbar“, so Nielsen. Dem Bericht nach zeige sich dies auch Bio, Fairtrade und Produkten, die aus nachhaltiger Erzeugung stammen. Bei solchen Produkten würden höhere Preise in gewissen Rahmen zwar vielfach akzeptiert, erhebliche Preisaufschläge toleriere allerdings auch hier nur eine Minderheit der Konsumenten.

„Für Handel und Industrie ist es entscheidend zu erkennen, welche Aspekte neben dem Preis die Verbraucher in eine Einkaufsstätte führen und zu einem Produkt greifen lassen. Diese Einblicke in komplexes Konsumentenverhalten erlauben es Handelsunternehmen, auf Basis einer klaren Analyse ihrer Stärken und Schwächen Wachstumsstrategien zu entwickeln“, konstatiert Sebastian Richter, Nielsen-Experte für Shopper- und Konsumentenforschung.
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