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News, 07.04.2015
Verbraucherpreise weiter leicht im Aufwind
Inflation zieht im März erneut leicht an
Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im März auf niedrigem Niveau beschleunigt. Die Preise für Energie und Waren blieben jedoch unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Für Lebensmittel mussten Verbraucher erstmals wieder fast genauso viel bezahlen wie im Vorjahresmonat.
Für Lebensmittel mussten Verbraucher erstmals wieder fast genauso viel bezahlen wie im Vorjahresmonat.
Die Verbraucherpreise sind im März in Deutschland insgesamt, wenn auch auf niedrigem Niveau, so stark gestiegen wie seit November letzten Jahres nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten ermittelt hat, mussten Verbraucher im März für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 0,3 Prozent mehr zahlen als im März 2014. Gegenüber Februar rechnet das Statistikamt sogar mit einer durchschnittlichen Teuerung um 0,5 Prozent. Im Januar waren die Verbraucherpreise noch um 0,4 Prozent auf Jahressicht gesunken. Einen Rückgang hatte es davor in Deutschland seit September 2009 nicht mehr gegeben. Im Februar hatten die Preise binnen Monatsfrist dann wieder angezogen (+ 0,9 % gegenüber Januar) und im Mittel geringfügig über dem Vorjahresniveau gelegen (+ 0,1 % gegenüber Februar 2014).

Preistalfahrt bei Waren und Energie verlangsamt sich


Auch im März war es vor allem Energie, wo Verbraucher preislich deutliche Entlastungen verzeichneten. Hierfür mussten Verbraucher durchschnittlich 5,7 Prozent weniger zahlen als im März 2014. Allerdings hat sich die Preistalfahrt bei Energie den zweiten Monat in Folge deutlich verlangsamt: Im Januar und Februar waren die Preise für Energie sogar im Durchschnitt 9,0 Prozent beziehungsweise 7,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Auch bei Waren schwächten sich die Preisrückgänge deutlich ab. Sie kosteten im März im Durchschnitt 0,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Februar hatten sich Waren noch im Schnitt um 1,4 Prozent auf Jahressicht verbilligt, im Januar sogar um 2,0 Prozent. Bei den Lebensmittelpreisen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Sie lagen im März, nachdem sie im Januar und Februar noch binnen Jahresfrist um 1,3 beziehungsweise 0,4 Prozent gesunken waren, im Durchschnitt nur noch geringfügig unter dem Vorjahresniveau (- 0,1 %).

Lediglich für Dienstleistungen mussten Verbraucher  im März mehr zahlen. Sie verteuerten sich gegenüber März 2014 im Schnitt um 1,2 Prozent (darunter Mieten: + 1,3 %). Hier hat sich allerdings der Preisauftrieb auf Monatssicht leicht abgeschwächt (Februar: + 1,4 %).

cs/Destatis
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