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News, 25.10.2011
Verbessertes Konsumklima
Verbraucher setzen auf Konsum
Statt sich der allgemeinen Krisenstimmung hinzugeben und zu sparen, erfreuen sich die Deutschen lieber am Konsum, zeigt der Konsumklimaindex für November. Angesichts der wachsenden Sorge der Verbraucher um die Konjunktur könnte der GfK zufolge die Verbraucherstimmung allerdings bald kippen.
Deutscher Verbraucher neigen derzeit eher dazu, ihr Geld in langlebige Gebrauchs- und Wirtschaftsgüter zu investieren, als dieses auf die Bank zu bringen.
Deutscher Verbraucher neigen derzeit eher dazu, ihr Geld in langlebige Gebrauchs- und Wirtschaftsgüter zu investieren, als dieses auf die Bank zu bringen.

Die Ampeln für ein gutes Jahresendgeschäft im deutschen Einzelhandel stehen nach wie vor auf grün. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Dienstag mitteilte, hat sich die Stimmung der Verbraucher im Oktober leicht verbessert. Das geht aus der neuesten Erhebung der GfK zum Konsumklima in Deutschland für November hervor, der zufolge der Gesamtindikator zum prognostizierten Konsumklima im November gegenüber der letzten Prognose im Oktober weiter um 0,1 auf 5,3 Punkte zugelegt hat. So bleiben die Deutschen nicht nur ihre Einkommensaussichten betreffend weiter optimistisch, sondern planen insgesamt auch ihre Konsumausgaben zu erhöhen. Jedoch zeigt der Indikator zu den Konjunkturerwartungen, dass die Euro-Schuldenkrise und die Börsenturbulenzen immer mehr denn Optimismus der Verbraucher schwinden lassen.

Wachsende Sorge um die Konjunktur


Wie der Konsumklimaindex zeigt, hat sich die Angst bei den Verbrauchern vor einer Rezession verstärkt. „Die Furcht vor einem Übergreifen der Krise auf die Realwirtschaft in Deutschland lässt die Konjunkturerwartung der Bürger deutlich absinken“, schreibt die GfK. So gab der Indikator zu den Konjunkturerwartungen,  nachdem er bereits im September um neun Punkte gesunken war, im Oktober erneut um 11 Punkte nach und notiert mit einem aktuellen Stand von -6,2 Punkten so niedrig wie seit August 2009 nicht mehr . Gegenüber Oktober 2010 ist das ein Minus von mehr als 62 Punkten.  Grund für den starken Rückgang des Vertrauens sind allerdings nicht nur die Konjunkturprognosen, die für 2011 in Deutschland von einem nurmehr leichten Wirtschaftswachstum und in der Eurozone insgesamt sogar von Rezession ausgehen, sondern ein auch schwindendes Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik, wie GfK-Experte Rolf Bürkl gegenüber dpa erklärte. So hätten Bürgl zufolge viele Bürger derzeit den Eindruck, dass die Entscheidungsträger nicht in der Lage seien, „das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und wirklich nachhaltig einen Plan oder Maßnahmenkatalog auf den Weg zu bringen, um diese Schuldenkrise zu bändigen und vor allem eine Ansteckungsgefahr für andere Länder zu verhindern.“ Spätestens, wenn der Konjunkturabschwung auf den Arbeitsmarkt durchschlage, werde sich dies negativ auf das Konsumklima auswirken.

Flucht in den Konsum

Während die Konjunkturerwartungen der Konsumenten weiter sinken, stieg die Konsumbereitschaft im Oktober wieder an. Und mehr noch: Mit einem Anstieg des Indikators um 1,5 Zähler auf 31,2 Punkte liegt die Anschaffungsneigung der Verbraucher aktuell sogar um knapp neun Punkte als höher als im Vorjahresmonat. Die Gründe für die Diskrepanz beziehungsweise gegenläufige Entwicklung einerseits der Konjunkturerwartungen und andererseits die steigende Konsumbereitschaft sieht die GfK zum einen in der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und den deutlichen Einkommenszuwächsen bei den Beschäftigten. Zum anderen fördere aber auch die Schuldenkrise aktuell die Neigung zum Konsum, da die Diskussionen um die Stabilität des Euro ebenso wie die der Banken das Vertrauen der Verbraucher in die Finanzmärkte stark erschüttert haben. „Folglich sind sie momentan weniger geneigt, Geld auf die hohe Kante zu legen, wie auch die stark rückläufige Sparneigung beweist“, so die GfK. Entsprechend tendierten die Verbraucher bei der Verwendung ihrer finanziellen Mittel gegenwärtig eher dazu, diese in werthaltige Anschaffungen, wie beispielsweise Immobilien oder längerlebige Gebrauchsgüter zu investieren, als ihr Geld für derzeit ohnehin niedrige Zinsen auf dem Finanzmarkt anzulegen.

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