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News, 08.09.2014
Mehr private Insolvenzen im 1. Halbjahr
Unternehmensinsolvenzen weiterhin auf Talfahrt
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Juni abermals deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Damit hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland den 20. Monat in Folge abgenommen. Die Verbraucherinsolvenzen nahmen dagegen erstmals seit Ende letzten Jahres wieder zu.
Die Zahl der Insolvenzen ehemals Selbstständiger hat im Juni dagegen - anders als die Unternehmensinsolvenzen - deutlich zugenommen.
Die Zahl der Insolvenzen ehemals Selbstständiger hat im Juni dagegen - anders als die Unternehmensinsolvenzen - deutlich zugenommen.
Trotz rückläufigem Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2014 ist die Zahl der Firmenpleiten im Juni erneut auf Jahressicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, meldeten die deutschen Amtsgerichte im Juni 1.813 Unternehmensinsolvenzen. Das waren stolze 14,2 Prozent Unternehmensinsolvenzen weniger als im Juni 2013. Damit ergibt sich für das erste Halbjahr eine Gesamtzahl von 12.032 Firmenpleiten. Das ist im Jahresvergleich ein Rückgang um 9,2  Prozent. Einen Anstieg der Zahl von Unternehmensinsolvenzen gab es zuletzt im Oktober 2012. Damals hatten sich die Firmeninsolvenzen binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent erhöht.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Handel. Hier mussten in der ersten Jahreshälfte 2.290 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das waren 5,3 Prozent weniger als in den ersten zwei Quartalen des vergangenen Jahres. Dahinter folgten das Baugewerbe mit 2.033 Unternehmensinsolvenzen, der Wirtschaftszweig „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (1.395 Firmeninsolvenzen; - 5,2 %) und das Gastgewerbe (1.122 Insolvenzen), wo die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahresvergleich sogar um 14,5 Prozent zurückging.

Die Summe der im Zuge der Unternehmensinsolvenzen festgestellten offenen Forderungen belief sich in der ersten Jahreshälfte insgesamt nach Schätzung der Gerichte auf rund 14,6 Milliarden Euro. Das waren 4,2 Milliarden Euro mehr als im selben Zeitraum des Jahres zuvor. „Der Anstieg der Forderungen  bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Halbjahr 2014 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im entsprechenden Vorjahreszeitraum“, so das Statistikamt.

Bei den Verbraucherinsolvenzen meldeten die Amtsgerichte im Juni dagegen erstmals wieder einen Zuwachs. Sie legten mit 7.709 privaten Insolvenzanträgen, nachdem sie zuvor fünf Monate in Folge niedriger ausgefallen, gegenüber Juni 2013 um 2,6 Prozent zu. Damit summierte sich die Zahl der Insolvenzen von Verbraucher in der ersten Jahreshälfte auf 43.955 Fälle. Das ist auf Jahressicht ein Plus von 3,8 Prozent. Auch bei den ehemals Selbstständigen zog die Zahl der Insolvenzen an. Hier waren es im Juni insgesamt 1.758 und in der ersten Jahreshälfte 10.120 Personen, die Insolvenz anmelden mussten. Das waren im, Monatsvergleich 7,9 Prozent mehr und im Halbjahresvergleich 0,8 Prozent mehr als im Jahr davor.
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