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News, 13.02.2013
Pleitewelle bleibt aus
Unternehmensinsolvenzen nach Anstieg wieder rückläufig
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im November deutlich unter dem Vorjahresniveau geblieben. Auch Verbraucher mussten seltener Insolvenz als im Vorjahresmonat.
Nach einem Anstieg der Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen im Oktober hat sich die Lage an der Insolvenzfront im November wieder entschärft.
Nach einem Anstieg der Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen im Oktober hat sich die Lage an der Insolvenzfront im November wieder entschärft.
Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden im November 2012 in Deutschland von den Amtsgerichten 2.211 Unternehmensinsolvenzen registriert. Gegenüber November 2011 ist das ein Rückgang um 7,5 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Sie sank mit 8.382 Fällen auf Jahresaussicht um 3,4 Prozent. Im Oktober hatte sich sowohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen und als auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zwischenzeitlich um 1,8 bzw. 7,8 Prozent auf Jahressicht erhöht. Die Gesamtzahl der Insolvenzen - inklusive Nachlässen sowie den Insolvenzen ehemals Selbstständiger und natürlicher Personen - summierte sich im November auf 12.635 Fälle. Das waren 4,2 Prozent weniger als im November 2011. Im Oktober war die Gesamtzahl der Insolvenzen 6,8 Prozent über dem Vorjahresstand gelegen.

Die Summe der  mit den Insolvenzen einhergehenden offenen Forderungen lag dagegen erheblich höher als im Vorjahresmonat. Sie überstieg mit 4,2 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um fast das Doppelte (November 2011: 2,4 Mrd. Euro). „Der Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen  ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im November 2012 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im November 2011“, so das Statistikamt.

Im Zeitraum Januar bis November des vergangenen Jahres mussten 26.419 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das waren 4,3 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2011. Die Gesamtzahl der Verbraucherinsolvenzen lag im selben Zeitraum mit 91.337 Fällen 3,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nachlässe und Insolvenzen sonstiger privater Schuldner miteingerechnet registrierten die Gerichte bis einschließlich November 140.526 Insolvenzen. Das ist ein Rückgang binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent.
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