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News, 04.03.2011
Umsatztreiber Online-Handel
Guter Jahresauftakt für den Einzelhandel
Das Jahr 2011 hat für den deutschen Einzelhandel besser begonnen als von Experten erwartet. Der angesichts der guten Konjunktur erhoffte Konsumboom fällt laut HDE im stationären Einzelhandel aber aus. Anders der Online-Handel: Er steuert weiter auf der Überholspur.
Die höchsten Umsatzzuwächse erzielte der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltswaren und Baubedarf.
Die höchsten Umsatzzuwächse erzielte der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltswaren und Baubedarf.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, setzte der deutsche Einzelhandel im Januar 2011 saison- und preisbereinigt 1,4 Prozent mehr um als im Dezember letzten Jahres (nominal: +1,3%). Im Vorfeld befragte Volkswirte hatten lediglich ein Umsatzplus von etwa 0,6 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Einzelhandelsumsatz real um 2,6 Prozent (nominal: +3,8%). „Das ist ein gelungener Start“, erklärte Kai Falk, Sprecher des Handelsverbandes HDE.

Besonders gut lief es im so genannten Non-food-Einzelhandel, der im Januar auf Jahressicht ein Umsatzplus von preisbereinigt 6,2 Prozent erzielte (nominal: 6,6%). Größter Umsatzgewinner war hier der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltswaren und Baubedarf, der im Januar  preisbereinigt 8,8 Prozent mehr Umsatz erzielte als im Vorjahresmonat. Im Versand- und Online-Handel stieg der Umsatz auf Jahressicht real um 7,2 Prozent (nominal: +7,8%), im sonstigen Einzelhandel (bspw. Büchern und Schmuck) sogar um 7,7 Prozent (nominal: 6,6%). Im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren sowie im Handelssegment kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 bzw. 4,8 Prozent (nominal: +8,3% bzw. +4,8%). Bei den Kauf- und Warenhäusern stand im Januar preisbereinigt immerhin ein Umsatzplus von 3,1 Prozent zu Buche (nominal: +3,9%).

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lag der Umsatz dagegen erneut unter dem Vorjahresniveau. Hier verzeichneten die Einzelhändler im Januar 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Umsatzrückgang von preisbereinigt 2,3 Prozent (nominal: -0,1%). Im Monat davor hatte das Umsatzminus binnen Jahresfrist real 2,7 Prozent betragen. Geschuldet war die Minus allein ein rückläufigen Umsatzentwicklung bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten, deren Umsatz im Januar real um 2,5 Prozent geringer ausfiel als im Jahr davor (nominal: -0,4%), während der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Umsatzplus von preisbereinigt 1,2 Prozent verbuchte (nominal: +3,1%).

Einen geradezu phänomenalen Nachfrageschub verzeichnete indes der vom Statistischen Bundesamt gesondert erfasste Kfz-Handel, der im ersten Monat dieses Jahres preisbereinigt 18,6 Prozent mehr Umsatz erzielte als im Januar 2010 (nominal: +19,3%). Laut Statistikamt war das der höchste reale Umsatzzuwachs gegenüber einem Vorjahresmonat seit März 1998.

Wachstumsmotor Online-Handel


Für 2011 erwartet der HDE im deutschen Einzelhandel real ein ähnliches hohes Wachstum wie 2010. So rechnet der HDE im Jahresschnitt 2011 mit einem  nominalen Umsatzzuwachs um 1,5 Prozent, was HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth zufolge preisbereinigt einer Entwicklung auf dem Vorjahresniveau entspreche. „Einen Aufschwungs-Boom“ werde der Wirtschaftszweig, wie Genth erklärte, nicht erleben.

Zugleich gewinnt der Online-Handel immer mehr an Stellenwert. „Der Online-Handel ist und bleibt ein Wachstumstreiber im Einzelhandel“, erklärte Genth am Mittwoch anlässlich der CeBIT. „Die prozentualen Zuwächse im Internet-Handel liegen deutlich über denen des gesamten Einzelhandels“, so der HDE-Chef, demnach der Verband im laufenden Jahr im Online-Handel ein Umsatzplus von etwa 10 Prozent erwarte.

„Das Internet hat für den Einzelhandel viel Potenzial“, so Genth weiter. Voraussetzung, um dieses auszuschöpfen zu können, sei allerdings, dass sich die Unternehmen weiter professionalisierten. Zentrale Handlungsfelder seien dem HDE-Chef zufolge hier vor allem die Bereiche Logistik und Kundenmanagement sowie das Thema Bezahlung.
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