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News, 11.05.2009
Umfrage
Misstrauen in puncto Datenschutz in Deutschland wächst
Das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten sinkt. Am größten ist das Misstrauen in Sachen Datenschutz gegenüber der Wirtschaft. Selbst beim Staat hält nur rund jeder sechste Deutsche den Datenschutz für hinreichend gewährleistet.
Die Angst in der deutschen Bevölkerung vor einem Missbrauch persönlicher Daten ist stark gestiegen. So hält nur eine kleine Minderheit der Deutschen persönliche Daten, die von Unternehmen und vom Staat gespeichert werden, für ausreichend geschützt. Wie eine im Januar 2009 vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) durchgeführte Umfrage aufzeigt, ist dabei das Misstrauen in Sachen Datenschutz gegenüber der Wirtschaft noch größer als gegenüber dem Staat. Demnach sind nur acht Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass der Datenschutz in Unternehmen ausreicht und von ihnen preisgegebene Daten sicher sind. Die absolute Mehrheit von 82 Prozent der Deutschen hingegen traut Unternehmen beim Datenschutz nicht über den Weg. Weitere 10 Prozent sehen sich nicht der Lage, dies zu beurteilen.

Im Hinblick auf den Staat ist das Vertrauensdefizit in Sachen Datenschutz nur unwesentlich geringer: Auch bei ihm gehen fast drei Viertel (72%) der befragten Bundesbürger im Alter über 16 Jahren davon aus, sich nicht hundertprozentig auf den gewissenhaften Umgang mit ihrer Daten verlassen zu können, während 16 Prozent ihre persönlichen Daten beim Staat in sicheren Händen glauben und weitere 12 Prozent sich diesbezüglich aktuell nicht schlüssig sind. Entsprechend groß ist laut Ifd die Verunsicherung, dem zufolge sich inzwischen sechs von zehn Befragten (61%) im Hinblick auf die Sicherheit der eigenen Daten Sorgen machen. Fast jeder dritte Bundesbürger sieht das Thema Datenschutz hingegen noch gelassen und sieht zur Sorge keinen Anlass.

Unterdessen haben viele Bundesbürger aufgrund des mangelnden Vertrauens in die Datenschutzsorgfalt der Wirtschaft und des Staates inzwischen Konsequenzen gezogen: So gab rund jeder zweite Deutsche (52%) gab an, in letzter Zeit bei der Veröffentlichung bzw. Weitergabe persönliche Daten vorsichtiger geworden zu sein. Ein Viertel der befragten Deutschen (24%) lässt nach eigener Auskunft in dieser Hinsicht schon von jeher Vorsicht walten. Weitere 23 Prozent dagegen sehen hierzu bislang keinen Grund. Besonders vertrauensselig sind laut IfD die Unter-30-Jährigen, von denen aktuell in Sachen Datenschutz sogar ein Drittel (32%) keinen Grund zur Vorsicht sieht.

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach (IfD)

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