Über Perspektive Mittelstand
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Mobile Commerce-Umfrage
M-Commerce wird zentrale Säule im digitalen Handel

Ein Trend im M-Commerce, der mehr und mehr zum Alltag werden wird, ist das Bezahlen mit dem Smartphone direkt an der Ladenkasse.
„Der Markt zeigt bereits reges Interesse für M-Commerce. In naher Zukunft wird das Einkaufserlebnis über mobile Endgeräte weitere Akzeptanz auf Seiten der Endkunden finden. Der Handel wird sich diesem Wachstumstrend nicht verschließen können und muss den Mobile Vertriebskanal zusätzlich zu Online weiter ausbauen“, konstatierte Hartmut Lösch, Leiter der Unit Mobile Commerce der Fachgruppe Mobile im BVDW. Nach Meinung von 84 Prozent der Experten wird jedoch dem M-Commerce in Zukunft nicht in erster Linie als reiner M-Commerce ein hoher Stellenwert zukommen, sondern dieser vielmehr als Bestandteil einer Multichannel-Strategie für Händler wichtig werden. Auch gehen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer davon aus, dass das Thema M-Commerce zunehmend auch für ältere Altersklassen interessant sein wird. Ein knappes Viertel zeigt sich diesen Punkt betreffend aktuell noch unentschlossen.
Usability für M-Commerce-Erfolg am wichtigsten
Entscheidend für die weitere Entwicklung und den Erfolg des M-Commerce in Deutschland ist aus Sicht der Online-Experten nebst einem hohen und weiter steigenden Verbreitungsgrad von Smartphones und Tablets, den 96 Prozent als wichtigen Erfolgsfaktor benennen, vor allem die Benutzerfreundlichkeit der M-Commerce-Anwendungen. Der Umfrage zufolge stufen 94 Prozent das Thema Usability/Convenience als erfolgsentscheidend ein. Thematisch eng damit verbunden und dicht dahinter folgt der Faktor „Kundenakzeptanz“ mit 89 Prozent an Nennungen. Ebenfalls für eine große Mehrheit erfolgsentscheidend sind aber auch die M-Commerce-Geschäftsmodelle (76%) und die Multi-Channel-Strategien der Händler (74%). Die Verfügbarkeit des neuen Übertragungsstandards „Long-Term-Evolution“ (LTE) dagegen stufen aktuell nur 40 Prozent für den Erfolg von M-Commerce als wichtig oder äußerst wichtig ein. Die Integration von Social Media erachtet gegenwärtig sogar nur ein knappes Drittel und die neue Technologie der „Near Field Communication“ (NFC) nur rund ein Viertel als entscheidend für den M-Commerce-Erfolg.
„Gerade die Einschätzung zu LTE und NFC verdeutlichen, dass die eigentlichen technologischen Voraussetzungen – abgesehen von den reinen Zugangsvoraussetzungen, die sich durch den Besitz der Mobile Devices ergeben – weniger bedeutsam sind, als man gemeinhin annehmen könnte“, so Jens Kohnen, stellvertretender Leiter der Unit M-Commerce. Gleiches gilt beim Thema Datenschutz. So teilt nur eine Minderheit die These, dass der Datenschutz die größte Hürde für den M-Commerce-Erfolg darstellt, während 40 Prozent dem widersprechen und weitere 37 Prozent in dieser Frage derzeit unentschlossen sind.
