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News, 21.07.2010
Umfrage
Deutsche zeigen ausgeprägte Anglizismen-Aversion
Bei einem großen Teil der Deutschen kommen Anglizismen nicht gut an. Für sie sind Anglizismen überflüssig wie ein Kropf und nerven, wie eine Umfrage ergab.
E-Mail, Meeting, Business, Software, Online-Shopping, Work-Life-Balance, Patchwork"-Familie, Public Viewing – nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Alltag gehören Anglizismen längst zum allgemeinen Sprachgebrauch. Und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Allerdings tun sich die Deutschen hiermit ganz besonders schwer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Online-Karriereportals Monster hervor, der zufolge 42 Prozent der Deutschen Anglizismen nervig und überflüssig finden. In den Nachbarländern Österreich und Schweiz sehen dies dagegen jeweils nur rund drei von zehn Befragten so.

Trotz der in Deutschland vergleichsweise hohen Quote von Anglizismen-Kritikern: Für die meisten Deutschen machen Anglizismen durchaus Sinn. Rund jeder Zweite (48%)  findet das Verwenden von englischsprachigen Begriffen „in Ordnung“, sofern der Anglizismen-Gebrauch nicht Überhand nimmt. Für weitere zehn Prozent der Deutschen sollten Anglizismen sogar noch häufiger verwendet werden, weil sie beruflich ihrer Meinung nach die Kommunikation vereinfachten.

„Englisch ist die globale Sprache, das gilt besonders im Geschäftsumfeld. Gemeinsam benutzte Begriffe erleichtern die berufliche Kommunikation und länderübergreifende Zusammenarbeit“ sagt Marcus Riecke, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. Rieke zufolge zeige sich dies vor allem bei international tätigen Unternehmen, demnach es für diese Vorteil sei, wenn die Mitarbeiter Begriffe wie Homepage, Social Media oder Briefing direkt verstünden.

Diese Meinung teilt auch die große Mehrheit der Österreicher, die Anglizismen insgesamt am meisten abgewinnen können: In Österreich finden gut sieben von zehn Befragten den Gebrauch von Anglizismen in begrenztem (59%) oder gar verstärktem Ausmaß (12%) in Ordnung. Die meisten Anglizismen-Fans finden sich der Umfrage zufolge allerdings in der Schweiz: Hier plädiert sogar gut jeder Fünfte (22%) für eine stärkere Verwendung englischsprachiger Begriffe. In begrenztem Ausmaß als sinnvoll bewertet werden Anglizismen von 47 Prozent der Schweizer.
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