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News, 05.04.2013
Weiterbildungsstudie
Weiterbildung – häufig fehlt die Zeit
Betriebliche Weiterbildung ist vor allem dann erfolgreich, wenn sie fester Bestandteil der jeweiligen Unternehmenskultur ist, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.
Jedem Fünften, der 2010 an keiner Schulung teilnahm, fehlte es an Informationen, welche Art der Weiterbildung am besten wäre.
Jedem Fünften, der 2010 an keiner Schulung teilnahm, fehlte es an Informationen, welche Art der Weiterbildung am besten wäre.
Im Jahr 2010 haben 83 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihren Mitarbeitern mindestens eine Maßnahme zur Fort- bzw. Weiterbildung angeboten. In jedem fünften Unternehmen konnten die Beschäftigten sogar aus mehr als 20 Fort- und Weiterbildungsangeboten auswählen. Das geht aus einer neuen Weiterbildungsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Jedes zweite weiterbildungsaktive Unternehmen (51 %) betreibt die Weiterbildung systematisch und offeriert den Mitarbeitern regelmäßig Schulungen und sonstige Qualifizierungsangebote. In Firmen, bei denen die Weiterbildung integraler Bestandteil der strategischen Personalplanung ist, verbringt im Durchschnitt jeder Mitarbeiter jährlich 33 Stunden in Seminaren und sonstigen Lehrveranstaltungen. Ist die Weiterbildung nicht in dieser Form verankert, beläuft sich die je Mitarbeiter absolvierte Zeit in Schulungen im Durchschnitt nur auf 23 Stunden.

Hauptbeweggrund, betriebliche Weiterbildung zu betreiben, ist die Sicherung der Innovationsfähigkeit. Fast acht von zehn im Weiterbildungsbereich aktiven Unternehmen geben dies als Ziel des eigenen Weiterbildungsengagements an. 70 Prozent der Firmen sehen in dem Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten überdies ein Instrument zur Mitarbeiterbindung. Das Weiterbildungsengagement hat allerdings auch seinen Preis: Dem IW Köln zufolge gaben Unternehmen in Deutschland zuletzt je Mitarbeiter pro Jahr f im Durchschnitt 1.035 Euro für Weiterbildung aus.

Das Angebot zur Weiterbildung erhält jedoch nicht jeder Arbeitnehmer, und nicht jeder, der sich, finanziert vom eigenen Arbeitgeber, weiterbilden könnte, nimmt die Möglichkeiten wahr. So nahmen im Jahr 2010 der Weiterbildungsstudie „Adult Education Survey“ zufolge lediglich 42 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland an einer Schulungsmaßnahme teil. Von jenen Personen, die keine Weiterbildung absolvierten, nannten 42 Prozent als Grund dafür, dass hierzu kein Bedarf bestanden habe. „Oft  halten  die  Beschäftigten  es schlicht nicht für notwendig, sich ins Zeug zu legen“, so das IW Köln.

Größtes Hemmnis, Weiterbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen, ist jedoch der Faktor Zeit. Sowohl von Unternehmen als auch den Beschäftigten wird dieser Grund sogar noch häufiger als Hindernis für Weiterbildungsaktivitäten genannt als die damit verbundenen Kosten. So hatten 30 Prozent der nicht in Sachen Weiterbildung aktiven Personen im Jahr 2010 aus familiären Gründen keine Zeit, sich neues Wissen anzueignen, bei fast ebenso vielen standen dem berufliche Verpflichtungen im Weg.
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