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News, 02.07.2014
Security-Studie
Teils Hunderte Millionen Malware-Attacken auf KMU
Nach einer aktuellen Studie nutzt noch immer rund ein Fünftel aller kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) das veraltete Microsoft-Betriebssystem Windows XP und setzt sich so erheblichen Sicherheitsrisiken aus.

Wie eine dreimonatige Studie des Virenschutzanbieters Bitdefender ergeben hat, nehmen weltweit viele kleine und mittelständische Unternehmen ernstzunehmende Sicherheitsrisiken in Kauf. So arbeiten 18 Prozent der KMU in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Brasilien, Australien und in den USA trotz Einstellung des Supports für Windows  XP weiterhin mit dem veralteten Betriebssystem von Microsoft. Damit setzten sich die Unternehmen jeden Monat millionenfach Attacken von Hackern aus, die sich die Schwachstellen des Systems zu Nutze machen, um unter anderem mittels sogenannter Malware wie etwa Spähprogrammen an vertrauliche Daten zu gelangen.

„Schon wenige Wochen nachdem der Ablauf des Supports angekündigt wurde, wurde eine neue Zero-Day-Schwachstelle im Internet Explorer zu einer echten Bedrohung für XP-Nutzer“, erklärt Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender. „Zumindest bis zur Veröffentlichung eines Microsoft-Patches, das auch für Windows-XP-Nutzer verfügbar gemacht wurde. Dies war allerdings eine Ausnahme, die Unternehmen nicht zu der Annahme verleiten sollte, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Die Migration weg von XP ist unumgänglich.“ Der Grund: Seitdem der Support am 8. April eingestellt wurde, sind Unternehmen, die weiterhin Windows XP nutzen, anfälliger für Cyber-Angriffe, weil für sie Sicherheits-Updates, nicht sicherheitsrelevante Hotfixes sowie kostenlose oder kostenpflichtige Support-Optionen und technische Inhaltsaktualisierungen ausbleiben.

Im Rahmen der in der Studie durchgeführten dreimonatigen Analyse zählten die Bitdefender-Sicherheitsexperten bei dem am häufigsten attackierten Unternehmen, einem auf Online-Marketing-spezialisierten Dienstleister, sage und schreibe 800 Millionen abgewehrte Malware-Angriffe. Zu den anderen KMU aus den am häufigsten betroffenen Branchen gehörten ein US-amerikanisches Metallunternehmen, ein britischer Logistikdienstleister, eine spanische Architektenschule und ein australischer Obst- und Gemüsehändler.

Wie die Bitdefender -Studie zudem ergab, entschieden sich die meisten Unternehmen (53,4 %), die das veraltete Betriebssystem ausmusterten, für ein Upgrade auf das weitaus sichere Windows 7 Professional. Nur ein kleiner Prozentsatz der befragten KMU setze auf andere Windows-Versionen wie 7 Home Premium, 7 Ultimate oder Windows 8.1 Pro. „Einige wenige haben auch spezielle Server-Produkte installiert“, so BitDefender.

Des Weiteren ergab die Studie, dass 37 Prozent der Angestellten der insgesamt mehr als 6.600 untersuchten KMU mobil per Fernzugriff oder von zuhause aus arbeiten. Gleichzeitig erlauben 17 Prozent der KMU den eigenen Mitarbeitern mit ihren Privat-Geräten vollständigen Zugriff auf ihr VPN.

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