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News, 08.05.2014
Kids 3.0
Smartphone und Internet für Kinder mittlerweile Alltag
Der regelmäßige Gang ins Internet ist für die meisten Kinder ab 10 Jahren in Deutschland mittlerweile ganz normal. Selbst in der Altersgruppe der 6- bis 7-Jährigen sind bereits rund zwei von fünf Kids regelmäßig online, zeigt eine aktuelle Studie.
Mit 10 Jahren sind fast alle Kinder online, im Alter von 12 wird dann ein eigenes Smartphone Standard, und mit 14 Jahren sind die meisten Jugendlichen in Social Networks unterwegs. Das geht aus der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ des Hightech-Verbands BITKOM hervor, der eine repräsentative Umfrage unter 962 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren zugrunde liegt. Danach nutzen von 10- bis 11-Jährigen in Deutschland mittlerweile 94 Prozent das Internet, und zwar im Durchschnitt 22 Minuten täglich. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es mit 115 Minuten sogar schon fast zwei Stunden, die täglich auf die Nutzung digitaler Medien entfallen. Auch von 8- und 9-Jährigen sind bereits die meisten online: In dieser Altersgruppe gehört das Internet für 76 Prozent zum ganz normalen Alltag. Lediglich bei 6- und 7-Jährigen ist aktuell noch eine Mehrheit offline. Mit einem Onliner-Anteil von 39 Prozent wird allerdings auch hier die Nutzung digitaler Medien mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit.

Eigenes Smartphone ab 12 Jahren mittlerweile Standard


Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzen ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen Smartphones. Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 85 Prozent zur Standardausstattung. Für ältere Jugendliche ist das Smartphone zudem das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen mit ihm ins Internet. Zum Vergleich: In der Altersgruppe über 19 Jahren surft bislang nur knapp die Hälfte mit ihrem Smartphone im World Wide Web (47 %). „Das Smartphone ist innerhalb weniger Jahre zum zentralen Kommunikationsgerät für die Jugendlichen geworden“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Auf Platz zwei der wichtigsten Zugangsgeräte zum Internet liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent. Immerhin bereits ein Viertel der 16- bis 18 –Jährigen (26 %) geht auch mit Tablet Computern ins Netz.


Spiele und Videos als Einstieg in digitale Welt


Die Studie zeigt, dass sich kleinere Kinder dem Internet über die Mediennutzung nähern. Gut die Hälfte der 6- bis 7-jährigen Internetnutzer (56 %) spielt online. Fast genauso viele (55 %) schauen Videos im Internet an. Andere Nutzungsformen spielen in dieser Altersgruppe dagegen noch eine untergeordnete Rolle. „Mit zunehmendem Alter werden Kinder im Umgang mit dem Internet versierter und die genutzten Anwendungen immer vielfältiger“, so Kempf. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Fokus dagegen stärker auf der Kommunikation und Information: So nutzen jeweils 85 Prozent soziale Medien und schauen Online-Videos, fast ebenso viele recherchieren online nach Informationen rund um die Themenfelder Schule, Ausbildung/Studium und Beruf (83 %), vier von fünf Befragten hören online Musik (80 %), und rund drei Viertel nutzen die Möglichkeit zum Online-Chat mit Freunden und Verwandten.

Social Media für die unter 10-Jährigen bislang noch wenig interessant

Die Nutzung sozialer Medien beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind erst 10 Prozent der jungen Internetnutzer in Facebook, Google plus, WhatsApp & Co. aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen gilt das dagegen bereits für knapp die Hälfte (42 %), bei den 14- bis 15-Jährigen für rund zwei Drittel (65 %), und bei den 16- bis 18-Jährigen gehören Social Media sogar bereits für 85 Prozent zum Lebensalltag. Beliebtestes soziales Medium bei den 10- bis 18-Jährigen in Deutschland ist inzwischen der von Facebook übernommene Messaging-Dienst WhatsApp. Fast drei Viertel der Kids und Jugendlichen (72 %) kommunizieren über diesen Dienst mit ihren Freunden und Bekannten. Auf Platz 2 im Ranking der sozialen Medien und Dienste folgt Facebook mit einem Nutzeranteil von 56 Prozent. Dritthäufigste genutzte soziale Plattform ist der von Microsoft übernommene Telefonie- und Messaging-Anbieter Skype mit 46 Prozent vor Google plus mit 19 Prozent und Instagram mit 18 Prozent. Die Kurznachrichten-Plattform Twitter nutzen aktuell nur acht Prozent der 10- bis 18-Jährigen. Andere soziale Medien spielen in dieser Altersgruppe derzeit kaum eine Rolle.

Teilen von Inhalten erfolgt meist durchaus überlegt

Besondere Bedeutung für die Privatsphäre hat das Teilen persönlicher Inhalte in sozialen Medien. Das gilt vor allem für die 16- bis 18-Jährigen: Der Erhebung nach gewähren von ihnen knapp drei Viertel (72 %) in Social Media Einblick in ihr Leben. An erster Stelle der geteilten Inhalte stehen Fotos (50 %), gefolgt von selbst geschriebenen Texten (20 %). Gut jeder Zehnte teilt auch in soziale Medien seinen aktuellen Aufenthaltsort mit (12 %). Nach eigener Auskunft erfolgt das Teilen persönlicher Inhalte Bei den meisten erfolgt das persönlicher Inhalte jedoch durchaus mit Bedacht, demnach rund neun von zehn Befragten dieser Altersklasse (88 %) nach eigener Auskunft darauf achten, was sie über sich im Netz veröffentlichen. Daneben beobachten fast ebenso viele (80 %), was andere Personen über sie im Internet veröffentlichen.

„Die meisten Jugendlichen gehen im Internet sorgsam mit persönlichen Informationen um“, so Kempf. Zu dieser Achtsamkeit im Umgang mit persönlichen Daten trägt in den meisten Fällen auch positive Einflussnahme vieler Eltern bei. So gaben vier von fünf befragten Jugendlichen an, dass ihre Eltern sie bezogen auf ihre Online-Aktivitäten bitten würden, nicht zu viel Privates im Netz zu posten. 
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