VOLLTEXTSUCHE
News, 26.06.2007
Studie
Reformen am Arbeitsmarkt zeigen bisher wenig Wirkung
Trotzdem der konjunkturelle Aufschwung die Lage am Arbeitsmarkt deutlich verbessert und das Beschäftigungsvolumen erhöht habe, so die Hans-Böckler-Stiftung in einem aktuellen Bericht, schlage sich dies bisher nicht in den Beschäftigungszahlen nieder. Eigentlich ausgerichtet darauf ausgerichtet, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, zeigten die Arbeitsmarkt-Reformen bisher nur wenig Wirkung.
An vielen Arbeitslosen geht der wirtschaftliche Aufschwung immer noch vorbei. Wer arbeitet hat, der arbeitet nun mehr. Die Zahl an Überstunden habe zu, die Kurzarbeit hingegen abgenommen. Zwar seien Dank der guten Konjunktur gut eine halbe Million neue Arbeitsplätze entstanden, davon gut 400.000 für abhängig Beschäftigte, so eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Verglichen mit der letzten Aufschwungphase zwischen 1998 und 2000, in der 1,3 Millionen neue Stellen entstanden seien, erzielten die Reformen am Arbeitsmarkt jedoch bisher nur wenig Wirkung.

"Zwar ist der jüngste Aufschwung - wie gewünscht - zuletzt beschäftigungsintensiver geworden als der vorherige", wie das IMK in seiner Studie feststellt, mit der Konsequenz, dass auch mehr gearbeitet werde. Allerdings schlage sich das höhere Beschäftigungsvolumen in Stunden bislang nicht in der Zahl der Beschäftigten nieder – so wie dies eigentlich mit den Reformen am Arbeitsmarkt beabsichtigt worden sei. Als Hauptursache hierfür nennt die Studie vor allem die Flexibilisierung und der Verlängerung der Arbeitszeiten. Nach Auskunft der IMK-Experten spielten Arbeitsmarkt-Reformen beim Aufschwung keine große Rolle.

Dem IMK-Bericht zufolge steht die Flexibilisierung der Arbeitszeiten in einem Konkurrenzverhältnis zu Neueinstellungen. "Die Unternehmen ziehen offensichtlich ersteres vor", so die Forscher. Auf Grund der aktuellsten Daten aus dem ersten Quartal 2007 sind die Experten jedoch optimistisch, dass sich die Gewichte mit Fortdauer des Aufschwungs verschieben werden. Die Chancen stünden gut, schreibt die Hans-Böckler-Stiftung, dass auch die Arbeitslosen zunehmend von der wirtschaftlichen Dynamik profitieren. Entscheidend hierfür sei jedoch die Wirtschaftspolitik, die die Dynamik unterstützen oder schwächen könne. Eine Gefahr sehen die IMK-Experten dabei vor allem in zu starken Zinsanhebungen, da diese den wirtschaftlichen Aufschwung bremsen könnten.

Der 20. IMK-Report „Viel Lärm um nichts? Arbeitsmarktreformen zeigen im Aufschwung bisher kaum Wirkung“ von Gustav Horn, Camille Logeay und Diego Stapff ist als kostenloser Download erhältlich. Weitere Informationen zum Report erhalten Interessenten darüber hinaus über den Wissenschaftlicher Direktor am IMK PD Dr. Gustav A. Horn unter 0211-7778-331 oder den Leiter der Pressestelle der Hans-Böckler-Stiftung Rainer Jung unter 0211-7778-150.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG