VOLLTEXTSUCHE
News, 03.12.2007
Studie
Personalbeschaffung via Internet dominiert - E-Recruiting stark im Kommen
Am deutschen Arbeitsmarkt geht's weiter aufwärts. In vielen Branchen suchen Unternehmen Hände ringend Personal. Um optimal im Wettstreit um Fach- und Führungskräfte gewappnet zu sein, rüsten immer mehr Unternehmen ihre Personalbeschaffung auf E-Recruiting um. Vor allem die Kandidatensuche wird mehrheitlich inzwischen auf das Internet verlagert.
Trotz der anhaltenden Turbulenzen am US-amerikanischen Immobilien- und Finanzmarkt, hohem Ölpreis und des starken Euro blicken Deutschlands Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Dies zeigen auch die Ergebnisse der neuen Studie „Recruiting Trends 2008“, einer Befragung unter den Top-1.000-Unternehmen in Deutschland. Demnach rechnen 90 Prozent der Unternehmen im Jahr 2008 mit offenen Stellen. Qualifiziertes Personal ist jedoch rar, der „war of talents“ voll im Gange. Wer sich als Arbeitgeber im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte behaupten möchte, muss mehr als nur für Arbeitnehmer attraktiv sein: Er muss auch schneller sein als seine Konkurrenten. Der Studie zufolge setzen viele deshalb zunehmend auf die Digitalisierung von Personalbeschaffungsprozessen und die Internationalisierung ihrer Bewerbersuche.

Wie aus der vom Centre of Human Resources (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie dem Online-Karriereportal Monster Worldwide veröffentlichten Studie hervorgeht, genießt die Personalbeschaffung via Internet in Unternehmen einen immer höheren Stellenwert. 88,8 Prozent der Top-1.000-Unternehmen veröffentlichen ihre offenen Stellen auf der eigenen Website. Mehr als zwei Drittel stellen ihre Stellenangebote überdies auf Online-Stellenbörsen ein. Printmedien hingegen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle: Sie nutzt zur Kandidatensuche nur mehr rund ein Fünftel (27,3%). Während jedoch die meisten Unternehmen den verstärkten Einsatz IT-basierter Lösungen für sinnvoll erachten, klaffen Anspruch und Wirklichkeit bisher oft noch auseinander: So würden der Studie zufolge zwar 90 Prozent der Befragten eine starke IT-Unterstützung für ihr Bewerbermanagement optimal finden. Dennoch greift bisher nur gut die Hälfte auf adäquate Lösungen zurück. Ähnlich verhält es sich beim „Employer Branding“, wo sich zwar fast zwei Drittel (62%) eine IT-basierte Lösung wünschten, jedoch nur jeder Fünfte (24%) eine solche derzeit nutzt.

Der Trend zum digitalen Medium zeigt sich auch bei den von Unternehmen präferierten Bewerbungsformen. So habe die elektronische Bewerbung die klassische papierbasierte Bewerbungsmappe mittlerweile klar verdrängt: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bevorzugt mittlerweile eine Formularbewerbung. „Hintergrund für die Präferenz der strukturierten elektronischen Bewerbungen ist, dass die Bewerberdaten ohne weitere Zwischenverarbeitungsschritte in einer internen Datenbank abgespeichert werden können. Das verbessert den Workflow und ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit zwischen Personalwesen und den Fachabteilungen“, erläutert Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg die Vorteile. Der Erfolg scheint vielen Unternehmen Recht zu geben: So konnten eigenen Angaben zufolge fast zwei Drittel der befragten Unternehmen durch den Einsatz von IT die Zeit zwischen der Identifikation einer Vakanz und der tatsächlichen Besetzung in den letzten Jahren reduzieren.

Ein weiteres Instrument, das auf immer größeres Interesse stößt, sind so genannte Online-Assessment-Center, die Auswahlverfahren wie Eignungs- und Intelligenztests sowie Assessment-Center zusammenführen. Nach Meinung der Hälfte der Befragten helfen Online-Assessment-Center, die Bewerberauswahl zu vereinfachen, effizienter zu gestalten und zu beschleunigen. Entsprechend könnten sich auch 59,4 Prozent der Unternehmen vorstellen, im Rahmen ihres Personalbeschaffungsprozesses als erste Stufe solche E-Assessments einzusetzen. Dennoch scheint es bis zu ihrem mehrheitlichen Einsatz noch ein weiter Weg: Der Studie zufolge kommen Online-Assessment-Center nur in vier Prozent der Unternehmen vor dem offiziellen Bewerbungseingang bisher schon zum Einsatz. Weitere 5,6 Prozent planen dies zumindest für die Zukunft. Nach dem offiziellen Bewerbungseingang sind es 7,6 Prozent der Unternehmen, die Online-Assessment-Center derzeit nutzen.

Ein weiterer Treiber der Digitalisierung ist die Internationalisierung der Personalbeschaffung: Während schon heute jedes dritte Unternehmen ein internationalen Recruiting für sich selbst als wichtig einstuft, sind sich zwei Drittel der Befragten darin einig, dass die Bedeutung einer über die eigenen Ländergrenzen hinausgehenden Personalbeschaffung weiter steigen werde. Die am stärksten nachgefragten Zielgruppen im Rahmen der internationalen Personalbeschaffung sind demnach Angestellte des mittleren Managements und so genannte Young Professionals. „Im zunehmenden Wettbewerb um die besten Talente und Fachkräfte bietet E-Recruiting neue Ansprache- und Suchmöglichkeiten,“ sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. Diese könnten, so Bertolli weiter, auch für die grenzüberschreitende Personalbeschaffung hilfreich sein.

Die vollständige Studie „Recruiting Trends 2008“ kann direkt bei Monster Deutschland unter der Adresse ramona.kesch@monster.de angefordert werden.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG