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News, 27.02.2012
Studie Mitarbeitermotivation
Gutes Arbeitsklima wichtiger als hohes Gehalt
Ein kollegiales Arbeitsumfeld ist der wirkungsvollste Hebel zur Steigerung der Mitarbeitermotivation, zeigt eine aktuelle Studie. Ein überdurchschnittlich hohes Gehalt oder auch eine stark erfolgsorientierte Vergütung wirken dagegen nur auf eine kleine Minderheit der Fach- und Führungskräfte motivierend.
Ein gutes Arbeitsklima motiviert am meisten und ist das beste Instrument zur Mitarbeiterbindung.
Ein gutes Arbeitsklima motiviert am meisten und ist das beste Instrument zur Mitarbeiterbindung.
Eine hohe Mitarbeitermotivation ist weniger eine Frage monetäre Faktoren als vielmehr der Arbeitszufriedenheit sowie der Rahmenbedingungen und Perspektiven, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet. Das geht aus einer aktuellen Studie zur Arbeitsmotivation der Stellenbörse StepStone in Kooperation mit der Unternehmensberatung Hay Group hervor, in deren Rahmen mehr als 18.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden, welche Faktoren sie beruflich motivieren. Das Wichtigste ist demnach für Fach- und Führungskräfte ein kollegiales Arbeitsklima,  in dem die Arbeit Spaß macht (80%), und eine erfüllende, den eigenen Talenten und Interessen entsprechende Tätigkeit (66%). Erst deutlich dahinter folgt ein „angemessenes Gehalt“ (56%), fast gleichauf mit einem fairen Vorgesetzten, der seine Mitarbeiter fördert (53%). Auf den weiteren Plätzen im Ranking der Motivationsfaktoren: ein Job mit möglichst viel Entscheidungsfreiheit (49%), die Sicherheit des Arbeitsplatzes (43%) und eine gute Work-Life-Balance (39%), gefolgt von Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten (35%) sowie der Möglichkeit zur Weiterbildung (29%).

Ein überdurchschnittlich hohes Fix-Gehalt sowie die Chance, gehaltlich deutlich aufzusteigen, würde dagegen jeweils nur 17 Prozent der Fach- und Führungskräfte motivieren, sich im Job noch stärker reinzuhängen. Am wenigsten motivationsfördernd wirken stark erfolgsorientierte Vergütungsmodelle: Durch solche fühlen sich gerade einmal 12 Prozent der Fach- und Führungskräfte angespornt. Vielfach bewirken sie sogar genau das Gegenteil. So erklärten 56 Prozent der Fach- und Führungskräfte, sich ab einem variablen Gehaltsbestandteil von 30 Prozent eher unter Druck gesetzt als motiviert zu fühlen. „Das Fixgehalt ist bei Fach- und Führungskräften eher ein Hygienefaktor als ein nachhaltiger Motivator: Unternehmen können Mitarbeiter durch eine gute Bezahlung zwar gewinnen, doch sie lassen sich durch Gehaltssteigerungen und Boni nicht dauerhaft zufriedenstellen und binden“, so Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der StepStone Deutschland GmbH.

Schlechtes Arbeitsklima eher ein Kündigungsgrund als zu niedriges Gehalt

Dass sich die Zufriedenheit und Loyalität von Fach- und Führungskräften, zumindest was die breite Masse angeht, nicht erkaufen lässt, und das Arbeitsklima  höchsten Stellenwert genießt, zeigt auch der Blick auf die genannten Kündigungsgründe. So gaben 86 Prozent der Fach- und Führungskräfte an, dass sie ein schlechtes Arbeitsklima am ehesten zu einer Kündigung bewegen würde, während ein zu niedriges Einkommen bzw. die Möglichkeit, anderswo 20 Prozent mehr verdienen zu können, lediglich für 29 Prozent ein Kündigungsgrund wäre.

Die eher untergeordnete Bedeutung monetärer Aspekte für die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Fach- und Führungskräften verdeutlicht auch der Umstand, dass fast die Hälfte der Befragten (47%) durch eine Gehaltserhöhung nach eigener Auskunft keine Zusatzmotivation verspüren würde. Wie die Studie laut StepStone zeige, hätten Gehaltserhöhungen nur dann einen nachhaltig leistungssteigernden Effekt, wenn diese mit 20 Prozent und mehr überdurchschnittlich hoch ausfielen.

Des Weiteren ergab die Studie, dass variable Vergütungsmodelle bei Fach- und Führungskräften zwar weit verbreitet, nicht aber unumstritten sind. Demnach umfasst zwar das Gesamteinkommen bei knapp der Hälfte der Befragten (47%) auch einen variablen Gehaltsanteil. Allerdings hält knapp ein Drittel aller Fach- und Führungskräfte (29%) grundsätzlich eine variable Vergütung für „nicht erstrebenswert“. Auch zeigt die Studie, dass die meisten Fach- und Führungskräfte variablen Vergütungsmodellen wenig Vertrauen entgegenbringen: Lediglich 25 Prozent der Fach- und Führungskräfte finden das in ihrem Unternehmen praktizierte variable Vergütungsmodell gerecht und fair.
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