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News, 11.06.2012
Studie
KMU mit Nachholbedarf bei Social Media-Nutzung
Social Media hat sich auch im Mittelstand als Kommunikationskanal inzwischen etabliert. Was die Breite der Social Media-Nutzung und deren Organisation angeht, hinkt allerdings das Gros der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) den Großunternehmen noch deutlich hinterher.
Bei den meisten KMU konzentriert sich allerdings die Social Media-Kommunikation in erster Linie auf Social Networks.
Bei den meisten KMU konzentriert sich allerdings die Social Media-Kommunikation in erster Linie auf Social Networks.

Wie der Hightech-Branchenverband BITKOM berichtet, nutzt aktuell bereits fast jedes zweite kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) mit weniger als 500 Beschäftigten in Deutschland (47%) soziale Medien wie Facebook, Google+ und Twitter zur Unternehmenskommunikation. Damit ist die Social Media-Nutzung bei KMU inzwischen genauso weit verbreitet wie bei Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern (46%). Das ergab jetzt eine Sonderauswertung der Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“, für die das Marktforschungsunternehmen Techconsult im Auftrag des BITKOM repräsentativ für die deutsche Wirtschaft 723 Unternehmen in Deutschland befragt hat. „Die Einstiegshürden für den Social-Media-Einsatz sind niedrig“, erklärte Heinz-Paul Bonn, Vizepräsident des BITKOM, das vergleichsweise hohe Social Media-Engagement bei KMU. „Jedes Unternehmen kann zu geringen Kosten im Social Web präsent sein.“

Mit Abstand meist genutzte Form des Social Media-Engagements ist die Präsenz in Social Networks. Fast neun von zehn befragten KMU (86%), die in Social Media aktiv sind, nutzen Facebook, Google+ & Co. als Kommunikationskanal. Von den großen Unternehmen setzen dagegen nur 80 Prozent auf Social Networks als Kommunikationsplattform. Noch geringer sind die Unterschiede beim Blick auf Blogs. Hier liegen KMU und Großunternehmen mit einem Nutzeranteil von 28 bzw. 27 Prozent laut Studie nahezu gleichauf. Beim Einsatz von Video-Portalen wie YouTube dagegen haben große Unternehmen klar die Nase vorn: Während von ihnen 81 Prozent auf Videoplattformen aktiv sind, nutzt von den KMU gerade mal ein gutes Viertel (28%) entsprechende Portale. Eine ähnliche große Kluft zeigt sich beim Stellenwert des Kurznachrichtendienstes Twitter, über den der Studie zufolge immerhin die Hälfte aller großen Unternehmen Meldungen veröffentlicht. Von den KMU dagegen tut dies derzeit nur ein Viertel.

Baustelle Social Media-Organisation

Wie aus der Studie hervorgeht, nutzen große Unternehmen Social Media nicht nur stärker in der Breite, sondern sind auch organisatorisch besser aufgestellt als KMU. So gibt es beispielsweise in 86 Prozent der Großunternehmen spezielle Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social Media-Aktivitäten verantwortlich sind. Bei den kleinen und mittelgroßen Firmen ist der Studie nach dagegen nur bei 41 Prozent der Fall. Des Weiteren verfügen rund zwei Drittel aller großen Unternehmen (63%) über sogenannte Social Media Guidelines, das heißt ein Regelwerk für Mitarbeiter zum Umgang mit sozialen Medien. Im KMU-Bereich trifft dies hingegen derzeit lediglich auf 19 Prozent der Firmen zu. Auch betreiben 48 Prozent der großen Unternehmen ein Social Media Monitoring, während von den KMU gerade einmal 10 Prozent das Social Web nach Posts von Social Media-Nutzern zum Unternehmen, zu eigenen Produkten und sonstigen relevanten Informationen wie beispielsweise Mitbewerber-Aktivitäten durchforstet. „Der Mittelstand muss die Organisation seiner Social-Media-Aktivitäten dringend professionalisieren, wenn er das Feld nicht den Großen überlassen will“, so Bonn.

Der geringere Professionalisierungsgrad der Social Media-Nutzung bei KMU liegt allerdings meist nicht in erster Linie an mangelnden Ressourcen. So meinten nur 28 Prozent der KMU, der personelle Aufwand für die Nutzung von sozialen Medien sei zu hoch. Von den Großunternehmen sagten dies sogar nur 15 Prozent. Dass der finanziellen Aufwand generell zu groß sein, meinten sogar nur 14 Prozent der KMU und acht Prozent der großen Unternehmen. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung sozialer Medien auch im Mittelstand nur selten am Geld scheitert“, konstatierte Bonn. Abseits dessen biete die Social Media-Nutzung Unternehmen messbare Vorteile, wie unter anderem eine schnellere, effizientere Kommunikation sowie die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen, neue Mitarbeiter zu gewinnen, und die Bekanntheit ihrer Marke zu erhöhen. Daher sei es Bonn zufolge auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen ratsam, den Einsatz von sozialen Medien voranzutreiben.

Die BITKOM-Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“ steht auf BITKOM-Website zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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