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News, 24.07.2013
Studie zum Fachkräftemangel
Arbeitgeber sehen rückläufige Fachkompetenz bei Bewerbern
Der Fachkräftemangel in Deutschland bereitet vielen Unternehmen beim Besetzen offener Stellen weiterhin erhebliche Probleme. Einer Studie zufolge lässt vor allem das fachliche Qualifikationsniveau von Bewerbern immer häufiger zu wünschen übrig.
An unzureichende Softskills oder daran, dass Bewerber zu hohe Gehälter fordern, scheitern Stellenbesetzungen dagegen nur selten.
An unzureichende Softskills oder daran, dass Bewerber zu hohe Gehälter fordern, scheitern Stellenbesetzungen dagegen nur selten.
Unzureichende Fachkenntnisse der Bewerber sind der von Arbeitgebern in Deutschland am häufigsten Grund für das Scheitern beim Besetzen offener Stellen. Jeder zweite Personalentscheider in Deutschland (50 %) nennt dies als Hauptursache dafür, dass offene Stellen nicht besetzt werden können. Das geht aus der Studie „Fachkräftemangel 2013“ des Personaldienstleisters ManpowerGroup hervor. Damit hat sich der Anteil der befragten Arbeitgeber, bei denen Stellenbesetzungen an unzureichenden Fachkompetenzen der Bewerber scheitern, binnen eines Jahres fast verdoppelt: Im Vorjahr hatten lediglich rund drei von zehn befragten Personalentscheidern fehlende sogenannte Hard Skills als ein Hemmnis beim Besetzen offener Stellen angegeben (2012: 31 %). „Zwar ergab die Untersuchung, dass der Fachkräftemangel in Deutschland insgesamt weniger dramatisch ist als im Vorjahr. Doch das Problem der Ausbildungsdefizite hat sich offenbar verschärft“, so die ManpowerGroup.

Bei den sogenannten Soft Skills sieht es deutlich besser aus: Unzureichende soziale Kompetenzen wie etwa mangelnde Teamfähigkeit oder fehlendes Einfühlungsvermögen sowie Defizite bei den methodischen Kompetenzen führen aktuell nur elf Prozent der Personalentscheider als Problem im Hinblick auf das Finden geeigneter Mitarbeiter für offene Fach- und Führungspositionen an. Fehlende Berufserfahrung markiert bei ebenfalls nur einen kleinen Minderheit von zehn Prozent ein Hemmnis beim Recruiting neuer Fach- und Führungskräfte. Zu hohe Gehaltsvorstellungen der Bewerber sind bei Stellenneubesetzungen noch seltener das Problem (8 %).

"Dass so vielen Bewerbern Fachkompetenzen fehlen, bringt die Unternehmen in eine prekäre Lage", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Trotzdem sehen die meisten Arbeitgeber die Probleme bei der Rekrutierung erstaunlich gelassen oder haben keine Lösungsansätze", fasst Brune ein weiteres Befragungsergebnis zusammen. So gibt es in 54 Prozent der Unternehmen derzeit keine Strategie zur Überwindung der Probleme bei der Personalbeschaffung. Lediglich 22 Prozent der Unternehmen steuern den Recruiting-Schwierigkeiten aktuell bereits mit einer Anpassung ihrer Personalpolitik entgegen. Auf Instrumente zur Flexibilisierung wie etwa Arbeitnehmerüberlassung setzen jedoch erst 13 Prozent der in der Studie befragten Unternehmen.
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