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News, 20.12.2018
Nielsen-Verbrauchervertrauensindex
Deutsche Verbraucher für 2019 optimistischer als 2018
Die Deutschen blicken mit großem Optimismus in das Jahr 2019, zeigt der Nielsen-Verbrauchervertrauensindex. Grund für die positive Stimmung sind die nach wie vor exzellenten Beschäftigungsaussichten und hohe Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen Situation.
Stimmungstreiber sind der große Joboptimismus und das Vertrauen in eine weiter aufwärts gerichtete Einkommenssituation.
Stimmungstreiber sind der große Joboptimismus und das Vertrauen in eine weiter aufwärts gerichtete Einkommenssituation.

Die Bundesbürger sind zum Jahreswechsel für das neue Jahr optimistischer als Ende 2017. Wie aus dem Verbrauchervertrauensindex des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht, liegt der weltweit ermittelte Indikator zum Verbrauchervertrauen in Deutschland im dritten Quartal 2018 bei 106 Punkten. Damit ist das Verbrauchervertrauen in Deutschland zum Jahreswechsel 2018/2019 vier Punkte höher als im selben Vorjahreszeitraum und deutlich über dem gesamteuropäischen Durchschnitt. Europaweit ergibt sich lediglich im Schnitt ein Optimismus-Wert von 87 Punkten. Noch positiver als die Deutschen gestimmt sind weltweit nur die Dänen (Q3 2018: 122 Punkte), die Niederländer (Q3 2018: 112 Punkte), die Iren (Q3 2018: 111 Punkte), die Tschechen (Q3 2018: 109) und die Verbraucher aus Israel (Q3 2018: 107 Punkte).

Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern. „Für das neue Jahr sind die Deutschen in durchaus optimistischer Stimmung. Das wird auf das Weihnachtsgeschäft einzahlen und den Handel 2019 beeinflussen, obwohl wir trotz guter Bewertung der eigenen finanziellen Lage auch beobachten, dass für 2019 wieder mehr Deutsche ans Sparen denken“, sagt Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland.

Deutsche sehen eigene Finanzlage positiv


So sehen vor dem Weihnachtsgeschäft und für das neue Jahr 58 Prozent der Deutschen ihre finanzielle Lage für die kommenden 12 Monate als gut oder sehr gut an. Das sind zwei Prozent mehr als noch im dritten Quartal 2017, denn mit Blick auf das Jahr 2018 waren es damals nur 56 Prozent. Außerdem ist die Hälfte der Deutschen (Q3 2018: 50 Prozent) und damit ein Prozentpunkt mehr als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr davon überzeugt, dass die kommenden Jahre ein guter Zeitpunkt für Anschaffungen sind. „Die Kauflaune der Verbraucher ist weiter hoch. Das sind gute Aussichten für 2019, denn ich erwarte, dass sich das auch auf die kommenden Monate übertragen wird“, sagt Ingo Schier. „Das sieht im europäischen Schnitt anders aus. Hier schätzen nur rund 46 Prozent ihre finanzielle Lage positiv ein und nur 36 Prozent halten die folgenden Monate für einen guten Anschaffungszeitpunkt.“

Sparstrumpf wieder beliebter

Wenn am Monatsende nach Deckung der Lebenshaltungskosten noch Geld übrig ist, steht bei 46 Prozent (Q3 2018) der Deutschen Urlaub und bei 45 Prozent (Q3 2018) Kleidung auf der Shoppingliste. Während bisher Technik an dritter Stelle folgte, belegt nun der Sparstrumpf diesen Platz. 28 Prozent der Deutschen geben im dritten Quartal 2018 für die kommenden 12 Monate an, Geld beiseitelegen zu wollen, wenn sie die Lebenshaltungskosten gedeckt haben.

„Während die Studienergebnisse aus der letzten Zeit gezeigt haben, dass die Deutschen ihr Geld eher ausgeben statt es zu sparen, ist Sparen für 2019 wieder eine Option“, sagt Ingo Schier. „Für den europäischen Durchschnittsverbraucher steht Sparen schon lange an erster Stelle, nachdem die Lebenshaltungskosten gedeckt sind.“ Hier sparen 38 Prozent der Verbraucher, bevor sie Geld für Kleidung (38 Prozent) und Urlaub (36 Prozent) ausgeben. 

Job-Optimismus ist deutsche Besonderheit

Dass die deutschen Verbraucher zuversichtlich sind, zeigt sich auch an der Einschätzung ihrer Job-Lage. Im dritten Quartal schätzen 68 Prozent der Deutschen ihre Beschäftigungslage als gut oder sehr gut für die kommenden zwölf Monate ein. Das ist eine um drei Prozentpunkte positivere Bewertung als im Vorjahr (Q3 2017: 65 Prozent). „Die positive Stimmung, mit der die Deutschen dem neuen Jahr entgegenblicken, spiegelt sich auch in der optimistischen Sicht auf die eigene Beschäftigungslage wider“, sagt Ingo Schier. „Das ist eine echte deutsche Besonderheit.“ Denn im europäischen Vergleich sieht das anders aus. Europaweit schätzten nur 40 Prozent im dritten Quartal 2018 ihre Beschäftigungslage gut oder sehr gut ein.

cs/Nielsen; Bild: nastya_gepp / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons

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