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News, 16.02.2016
Deutlicher Kaufkraftzuwachs
Stärkstes Reallohn-Plus seit 23 Jahren
Die Löhne und Gehälter haben im Jahr 2015 in Deutschland inflationsbereinigt so stark zugelegt wie seit knapp einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Das stärkste Reallohn-Plus verzeichneten Geringverdiener.
Grund für den stärksten Reallohnezuwächse seit mehr als 20 Jahren: Überdurchschnittlich starke Lohnerhöhungen kombiniert mit fast stabilen Preisen (Bild: PantherMedia  / gpointstudio)
Grund für den stärksten Reallohnezuwächse seit mehr als 20 Jahren: Überdurchschnittlich starke Lohnerhöhungen kombiniert mit fast stabilen Preisen (Bild: PantherMedia / gpointstudio)
Deutschlands Arbeitnehmer konnten im letzten Jahr ein kräftiges Reallohn-Plus verzeichnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) im Rahmen seiner „Vierteljährlichen Verdiensterhebung“ ermittelt hat, erhöhten sich die Löhne und Gehälter in Deutschland 2015 im Durchschnitt aller Arbeitnehmer und Branchen inflationsbereinigt um 2,5 Prozent. Einen stärkeren Reallohn-Zuwachs gab es letztmals in Deutschland 1992, als die Löhne und Gehälter im Schnitt um 4,9 Prozent gestiegen waren. Nominal erhöhte sich das Lohnniveau im Schnitt um 2,8 Prozent. Hiervon ist der Anstieg der Verbraucherpreise beziehungsweise die Inflation in Deutschland abzuziehen. Sie lag im Jahresmittel 2015 bei 0,3 Prozent. „In welchem Maße die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 die Veränderungsraten des Nominal- beziehungsweise Reallohnindex beeinflusst hat, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifizieren“, so die Statistikbehörde.

Wie die Erstauswertung der Verdiensterhebung zeigt, waren es vor allem Geringverdiener bzw. Beschäftigte mit eher unterdurchschnittlichen Verdiensten, die hohe nominale Lohnzuwächse verzeichneten. So stiegen die Verdienste ungelernte Arbeitnehmer im Schnitt um 4,1 Prozent und die von geringfügig Beschäftigten sogar im Schnitt um 4,7 Prozent. Teilzeit- und Vollzeitkräfte verzeichneten dagegen nominal im Schnitt nur Lohnzuwächse um 3,0 beziehungsweise 2,6  Prozent. Auch stiegen die Verdienste in den neuen Bundesländern deutlich stärker als im alten Bundesgebiet: Während Beschäftigte im Osten nominal im Durchschnitt 3,9 Prozent mehr in der Tasche hatten, stiegen die Löhne und Gehälter im Westen lediglich im Jahresvergleich um durchschnittlich 2,5 Prozent

cs/Destatis
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