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News, 09.05.2016
Deutsche Importe immer günstiger
Stärkster Rückgang der Importpreise seit 2009
Deutsche Importe haben sich im März so stark auf Jahressicht verbilligt wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr. Vor allem Energie und Rohstoffe kosten immer weniger.
Die Entwicklung der deutschen Ein- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Grafikquelle: Destatis)
Die Entwicklung der deutschen Ein- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Grafikquelle: Destatis)
Die deutschen Einfuhrpreise setzen ihre Talfahrt unvermindert fort. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, mussten deutschen Unternehmen im März für Importe im Durchschnitt 5,9 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Rückgang der deutschen Einfuhrpreise seit Oktober 2009. Damals hatten sich Importe binnen Jahresfrist sogar um 8,1 Prozent verbilligt. Zugleich war es der 39. Monat in Folge, in dem sich deutschen Einfuhren insgesamt auf Jahressicht verbilligten. Gegenüber Februar zogen allerdings die Einfuhrpreise etwas an (+ 0,7 %).

Energieimporte fast ein Drittel günstiger

Mehr als die Hälfte der Jahresveränderungsrate des deutschen Einfuhrpreisindex war auf den fortgesetzten Preisverfall von Energie zurückzuführen. Hier verbilligten sich Importe binnen Jahresfrist im März im Schnitt um 29,8 Prozent. Gegenüber Februar zogen allerdings auch hier die Einfuhrpreise deutlich an, um zwar im Schnitt um 8,9 Prozent. Lässt man die Energiepreise außen vor, verbilligten sich Importe gegenüber März 2015 lediglich im Schnitt um 2,7 Prozent.

Rohstoffpreise gut ein Viertel niedriger


Weiterhin auf Talfahrt bleiben auch die Rohstoffpreise. Sie verringerten sich im März auf Jahressicht für Importeure insgesamt um 25,7 Prozent, wobei auch hier die Einfuhrpreise gegenüber Februar stark um 8,0 Prozent nach oben schnellten. Kräftige Preisrückgänge gab es unter anderem bei Metallen, die sich im Vorjahresvergleich um 13,6 verbilligten. Die Einfuhrpreise von Nicht-Eisen-Metallen und entsprechendes Halbzeug lagen im Durchschnitt 15,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau, bei Nickel und Aluminium waren im Schnitt sogar 35,0 Prozent beziehungsweise 25,9 Prozent, die Importeure sparten.

Warenimporte ebenfalls günstiger

Auch für Fertigwaren mussten Importeure weniger bezahlen. Sie verbilligten sich im März im auf Jahressicht im Schnitt um 1,4 Prozent (Vorerzeugnisse: - 4,7 %; Enderzeugnisse: - 0,8 %). Importierte Vorleistungsgüter kosteten sogar im Durchschnitt 4,9 Prozent weniger als im März 2015, die Einfuhrpreise für Konsumgüter lagen durchschnittlich 1,3 Prozent unter dem Vorjahresstand. Gebrauchsgüter waren im Durchschnitt 1,4 Prozent günstiger, Investitionsgüter verbilligten sich auf Jahressicht im Schnitt um 0,6 Prozent. Für Verbrauchsgüter mussten Importeure durchschnittlich 1,3 Prozent weniger zahlen, importierte Nahrungsmittel verbilligten sich sogar um 2,4 Prozent.

cs/Destatis

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