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News, 31.08.2016
Zuwanderung lässt Deutschland wachsen
Stärkster Bevölkerungszuwachs seit mehr als 20 Jahren
Die deutsche Bevölkerung ist im letzten Jahr so stark gewachsen wie seit 1992 nicht mehr. Grund für die starke Bevölkerungszunahme war die Zuwanderung im Zuge der Flüchtlingskrise.
Den stärksten Bevölkerungszuwachs gab es im Zuge der Flüchtlingskrise in Baden-Württemberg (Bild: PantherMedia / franky242)
Den stärksten Bevölkerungszuwachs gab es im Zuge der Flüchtlingskrise in Baden-Württemberg (Bild: PantherMedia / franky242)
Nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lebten zum Stichtag 31.12.2015 in Deutschland rund 82,18 Millionen Menschen. Das waren rund 978.000 Menschen beziehungsweise 1,2 Prozent mehr als 31.12.2014. Damit ist die deutsche Bevölkerung im letzten Jahr so stark gewachsen wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Ein vergleichbares Wachstum der Bevölkerungszahl gab es zuletzt in Deutschland 1992, als die Einwohnerzahl binnen eines Jahres um 700.000 Personen zugenommen hatte. Die deutsche Bevölkerung war allerdings schon einmal größer: In den Jahren 2001 bis 2005 hatten in Deutschland zwischen 82,4 und 82,5 Millionen Menschen gelebt. 2014 war die Zahl der in Deutschland lebenden Personen lediglich um 0,5 Prozent beziehungsweise 430.000 und damit weniger als halb so stark gewachsen.

Entscheidend für die Entwicklung der Bevölkerung sind zum einen die Entwicklung der Geburten und Sterbefälle und zum anderen der Saldo aus Zu- und Fortzügen beziehungsweise aus Zu- und Auswanderern. Bei den Geburten und Sterbefällen ergab sich im vergangenen Jahr erneut ein Defizit, da im Jahr 2015 in Deutschland 188.000 Personen mehr starben als geboren wurden. Damit hat sich das sogenannte Geburtendefizit gegenüber dem Vorjahr erhöht (2014: - 153.000). Hauptursache für den Zuwachs der Bevölkerungszahl war 2015 wie in den Vorjahren die starke Zuwanderung. Ergab sich im vergangenen Jahr ein sogenannter Wanderungsüberschuss – Saldo aus Zu- und Fortzügen - von insgesamt rund 1,14 Millionen Personen. Damit hat sich der Saldo aus Zu- und Auswanderern in Deutschland binnen eines Jahres rund verdoppelt (2014: + 550.000 Personen).

Am stärksten legte die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen zu. Hier zogen im Jahr 2015 insgesamt rund 227.000 Menschen mehr zu als fort. Dahinter folgten Baden-Württemberg und Bayern mit einem Wanderungssaldo von 163.000 beziehungsweise 152.000 Menschen. Relativ betrachtet, also im Verhältnis zur bestehenden Einwohnerzahl, gab es die stärksten Bevölkerungszuwächse in Baden-Württemberg und Bremen (jeweils +1,5 %) sowie in Hamburg, Hessen und Berlin (jeweils + 1,4 %). Die geringsten Bevölkerungszuwächse gab es in Sachsen-Anhalt (+ 0,4 %) und Thüringen (+ 0,6 %). Bundesländer mit rückläufigen Einwohnerzahlen gab es jedoch nicht.

Von den rund 82,2 Millionen in Deutschland lebenden Personen hatten 8,7 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das ist ein Zuwachs gegenüber 2014 um 14,7 Prozent. 73,5 Millionen Personen waren Deutsche beziehungsweise hatten die deutsche Staatsbürgerschaft. Das waren etwas weniger als im Jahr 2014 (- 0,2 %). Zugleich erhöhte sich der sogenannte Ausländeranteil – die Zahl der Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft je 100 Einwohner – von 9,3 Prozent (2014) auf 10,5 Prozent.

cs/Destatis

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