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News, 13.03.2016
Industrie und Bau machen Dampf
Stärkste Produktionsausweitung seit 2009
Die deutsche Produktion hat zu Beginn des Jahres so stark zugelegt wie seit gut sechs Jahren nicht mehr. Vor allem das Baugewerbe machte kräftig Dampf. Aber auch die Industrieerzeugung legte deutlich zu.
In der Industrie war es die stärkste Produktionsausweitung seit März 2010 (+ 3,5 %)
In der Industrie war es die stärkste Produktionsausweitung seit März 2010 (+ 3,5 %)
Das Produzierende Gewerbe hat im Januar seine Produktion entgegen den Erwartungen von Ökonomen so stark ausgeweitet wie seit langem nicht. Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge legte die Erzeugung von Industrie, Energiewirtschaft und Baugewerbe im ersten Monat des Jahres preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt insgesamt um 3,2 Prozent gegenüber Dezember zu. Das ist der stärkste Produktionszuwachs im Monatsvergleich seit September 2009. Von  Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten gegenüber Dezember lediglich mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Im November und Dezember war die Produktion noch leicht um 0,3 Prozent bzw. 0,4 Prozent zurückgegangen.

Deutliches Anziehen der Investitionsgüterproduktion


Besonders im Baugewerbe legte die Erzeugung kräftig zu. Hier erhöhte sich die Produktion auf Monatssicht um 7,0 Prozent. Grund für den starken Produktionszuwachs war eine deutliche höhere Aktivität des Ausbaugewerbes, das seine Erzeugung binnen Monatsfrist um 17,6 Prozent nach oben schraubte. Im Bauhauptgewerbe lag der Ausstoß dagegen unter Dezember-Niveau (- 1,7 %). Deutlich an Fahrt gewann die Produktion auch in der Industrie, wo sich der Ausstoß insgesamt um 3,3 Prozent im Januar erhöhte. Produktionsausweitungen meldeten vor allem die Investitionsproduzenten mit einem Ausstoßplus von 5,3 Prozent. Auch Konsumgüter wurden deutlich mehr produziert als im Dezember (+ 3,7 %). Die Produktion von Vorleistungsgütern blieb hingegen nahezu konstant (+ 0,4 %). Gleiches galt im Sektor Energie (+ 0,1 %).

Im Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November erhöhte sich die Produktion in Deutschland insgesamt um 1,3 Prozent, wobei auch hier das Baugewerbe (+ 3,0 %) und die Industrie (+ 1,5 %) den Motor bildeten. „Nach einem schwachen Jahresschlussquartal 2015 ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe in der Tendenz wieder aufwärtsgerichtet“, so das Ministerium. Diesen Aufwärtstrend zeigt auch der Jahresvergleich, wo die Produktion im Januar arbeitstäglich bereinigt einen Zuwachs binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent ausweist (Baugewerbe: + 5,3 %; Industrie: + 2,5 %; Energie: - 1,7 %).

„Das Produzierende Gewerbe ist nach der Schwächephase im zweiten Halbjahr 2015 sehr gut in das neue Jahr gestartet. Neben dem Anstieg der Erzeugung entwickelten sich auch die Auftragseingänge in der Industrie zuletzt auf ansprechendem Niveau stabil“,  fasst das Ministerium die Lage zu Beginn des Jahres zusammen. „Gleichwohl haben sich die Stimmungsindikatoren etwas eingetrübt. Insgesamt ist eine moderate Erholung der Industriekonjunktur im ersten Quartal zu erwarten.“

cs/Destatis
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